Hubschrauber dabei

Lawinenübung in Osttirol: Grenzenlose Rettung aus dem Hochgebirge

Südtiroler und Osttiroler Bergretter haben bei ihrer Übung die Verschütteten gemeinsam bergen und abtransportieren können.
© Bergrettung Prägraten

Prägraten am Großvenediger, Ahrntal – Nach nur zwei Minuten hatten Hunde zwei Verschüttete in der Lawine unterhalb der Dreiherrenspitze im Umbaltal ausgemacht. Die beiden Mitglieder einer neunköpfigen Gruppe waren schnell geborgen und konnten die Anzahl der weiteren Opfer nennen, von denen nur vier ein Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS) bei sich trugen. Per Sondierung konnten schließlich alle Lawinenopfer geborgen und per Hubschrauber abtransportiert werden.

„Die Übung war ein voller Erfolg, wir haben einander unsere Techniken gezeigt und dazulernen können“, berichtet Siegfried Kratzer, Leiter der Bergrettung Prägraten. Erstmals und dank finanzieller Unterstützung durch Interreg-EU-Gelder haben sich die Osttiroler mit ihren Südtiroler Bergrettungskollegen aus dem Ahrntal zu einer gemeinsamen Lawinenübung zusammengefunden.

Von italienischer Seite waren zwei Hubschrauber im Einsatz, die heimischen Retter hat die Libelle Tirol unterstützt. Die Aiut-Alpin-Helikopter setzten Suchhundeführer mitsamt ihren Tieren direkt auf dem Lawinenkegel ab. „Eine Herausforderung war die Kommunikation per Funk“, erklärt Kratzer. Spezielle Geräte zur Frequenzumsetzung ermöglichten die Koordination.

Die Prägratener Bergretter brachten auch die einzige in Osttirol stationierte Dampfsonde mit. Damit kann man metertief in den Schnee vordringen und in diesen Schacht anschließend eine Kamera einführen, um Lawinenopfer ausfindig zu machen. Seit drei Jahren war die Kamera defekt. Nun hat der Tourismusverband zugesagt, um rund 4000 Euro eine neue Kamera zu kaufen.

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Catharina Oblasser

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