Walchsee geht für Wasserpreis ins Rennen
Gemeinde und Tourismusverband hoffen auf viele Stimmen für das Hochmoor Schwemm beim Onlinevoting für den Neptun Staatspreis.
Walchsee – Seit 2003 ist die Schwemm ein Natura-2000-Gebiet und seit 2009 Naturschutzgebiet. Gerade zu Beginn der Unterschutzstellung gab es einige Diskussionen, da die Bewirtschaftung nur unter vielen Auflagen möglich ist. Die Einschränkungen führten zu verhaltener Freude. Noch immer ist zum Beispiel ein Tauziehen um ein Wohngebiet am Rande des Hochmoores nicht abgeschlossen, die dortige Amphibienwanderung zum Moor führt zu kostenintensiven Auflagen.
Andererseits ist die grüne Oase aber auch Anziehungspunkt für Radler und Wanderer. Einheimische genauso wie Urlaubsgäste sind im 65 Hektar großen Moorgebiet gerne unterwegs. Immerhin kreuchen und fleuchen hier zahlreiche seltene Tierarten.
Nun soll die Schwemm auch einen Staatspreis einbringen. Sie ist als Tiroler Beitrag für den Neptun Staatspreis für Wasser nominiert. Dieser österreichische Umwelt- und Innovationspreis wird für nachhaltige Wasserprojekte vergeben.
Online-Abtstimmung noch bis 20. Februar
Walchsee startete in Zusammenarbeit mit dem TVB Kaiserwinkl in der Kategorie Wassergemeinde und wurde bereits Landessieger. Jetzt wird die Schwemm in Konkurrenz mit den weiteren Landessiegern am Voting für den Staatspreis teilnehmen. „Ich gratuliere der Gemeinde Walchsee und allen, die dazu beigetragen haben, die Schwemm in so einzigartiger Weise erlebbar zu machen, zum Landessieg. Nützen wir das Online-Voting, um auch auf Bundesebene auf uns aufmerksam zu machen“, ruft auch Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler auf, für das Hochmoor zu stimmen. Bis 20. Februar ist dies möglich.
„Für die Gemeinde wäre der Preis eine tolle Anerkennung für das bisherige Engagement“, sagt Bürgermeister Ekkehard Wimmer. So habe die öffentliche Hand bereits viel Geld in das größte zusammenhängende Moorgebiet in Nordtirol gesteckt. Wie in den 16 Meter hohen Aussichtsturm, der einen atemberaubenden Blick von oben auf die faszinierende Landschaft ermöglicht. Das Feuchtgebiet ist auch begehbar: Bei Moorführungen nehmen ExpertInnen Interessierte mit auf eine Entdeckungsreise.
Die Preisverleihung findet am 15. März in Wien statt. Getragen wird der Preis vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (BML), der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW), dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) sowie den Bundesländern. (TT, wo)
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