Artist in Residence

Rote Spuren markieren das Kunsthellchen

Artistin in Residence des Innsbrucker bilding Kristina Kapeljuh.
© bilding

Die junge ukrainische Grafikerin Kristina Kapeljuh leitet aktuell als Artist in Residence des Innsbrucker bilding dessen Druckwerkstatt.

Innsbruck – Sie liebe es, mit Kindern zu arbeiten, sei immer wieder fasziniert von deren unkonventionellem Zugang zur Kunst, sagt Kristina Kapeljuh, derzeit Artist in Residence der Kunst- und Architekturschule bilding. Sie ist 26 Jahre alt, kommt aus der Ukraine und hat in Edinburgh und London Grafik und Design studiert. Aus 15 BewerberInnen um die residency von einer Jury ausgewählt, leitet sie seit vergangenem Herbst gemeinsam mit Gerhard Diem die perfekt ausgestattete Druckwerkstatt des bilding.

Was hier in den vergangenen Monaten entstanden ist, zeigt eine kleine Ausstellung (bis 19. Februar), die mit Arbeiten der zehn- bis 15-jährigen „KünstlerInnen“ sowie ihrer Lehrerin bestückt ist. Da gibt es Monotypien in Schwarzweiß genauso wie Linolschnitte, Laserdrucke und Radierungen sowie erste Versuche von Kapeljuh in der schwierigen Technik des Holzschnitts. So unterschiedlich wie die MacherInnen der Druckgrafiken sind auch die Ergebnisse. Für ihre Gemeinschaftsarbeit im Kunsthellchen des bilding mussten sich die jungen DruckgrafikerInnen allerdings zusammenraufen, bevor sie das Innere dieses winzigen Kunstraums im Siebdruckverfahren mit roten Spuren durchpflügt haben. Jede/r der MitmacherInnen hat ein Stückchen beigesteuert, das sich zu einem spannenden Ganzen fügt.

Noch bis zum Sommer wird Kapeljuh in Innsbruck bleiben, wo sie sich vom ersten Tag an wunderbar angenommen gefühlt habe, wie sie sagt, was gerade in emotional belasteten Zeiten wie diesen so tröstlich sei. Im Jänner hat sie ihre Eltern in der Ukraine besucht, eine Rückkehr ist für sie vorerst allerdings keine Option. Auch wenn sie davon träumt, in ihrer Heimatstadt irgendeinmal eine Kunstschule zu gründen. Natürlich nach dem Muster des bilding. Die Ausschreibung für Kapeljuhs NachfolgerIn als ArtistIn in Residence läuft noch bis Anfang April. BewerberInnen aus aller Welt werden erwartet.

Über mangelnde Auslastung kann das bilding nicht klagen. Im März startet eine neue „Panoptikumwerkstatt“ (Anmeldung erforderlich), in der jeden ersten Samstag im Monat wild gemalt wird. Noch frei sind auch Plätze für „RedakteurInnen“ in der „Magazinwerkstatt“, die bereits nächste Woche beginnt.

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