Neuer Kulturraum

Postzentrum in Schwaz wird zur Theaterbühne

Schwaz – Schwaz bekommt einen neuen Kulturraum, auf den vor allem die vielen Theatervereine der Silberstadt lange warten. Auf der Suche nach Alternativen zum Projekt in der ehemaligen „Waschkuchl“ im Altstadtzentrum ist die Stadtführung nun auf der anderen Innseite fündig geworden: Im ehemaligen Postverteilerzentrum nahe dem Bahnhof sollen in Zukunft Kulturprojekte, insbesondere Theateraufführungen, stattfinden können. BM Victoria Weber: „Ich freue mich, dass wir endlich eine geeignete Lösung gefunden haben. Damit geht ein lang gehegter Wunsch der Kulturvereine in Erfüllung.“

Seit dem Bau des Veranstaltungszentrums SZentrum und der Transformation der Pölzbühne in ein Vereinslokal ist vielen Vereinen ein kleiner bis mittelgroßer Saal, etwa für Theateraufführungen, abhandengekommen. Der Silbersaal im SZentrum ist zu groß, der dortige Knappensaal ungeeignet, sodass sich die Kulturschaffenden immer wieder kreative Lösungen für ihre Aufführungen überlegen mussten. Ein Verein hat das Problem sogar in seinen Namen integriert: „Theater ohne Pölz“, Träger des Tiroler Volksbühnenpreises.

Es wäre mit einem Einsatz von mindestens drei Mio. Euro und nur weniger Fördermittel zu teuer geworden.
Bürgermeisterin Victoria Weber

Laut einem Stadtratsbeschluss wird die Stadt das ehemalige Postverteilerzentrumsgelände anmieten und dieses in einen Kulturraum für Theater- und Musikaufführungen umwandeln. In den Vorbesprechungen habe man die Vereine eng miteinbezogen. Weber: „Schließlich wissen sie selbst am besten, was sie benötigen.“ Mit der Eigentümerin müsse man sich noch über detaillierte Konditionen einigen. Laut Kulturreferentin Iris Mailer-Schrey ist es das Ziel, das Postverteilerzentrum noch heuer als Kulturraum in Betrieb zu nehmen.

Monatelang stand die „Waschkuchl“ im Fokus derartiger Pläne. „Es wäre mit einem Einsatz von mindestens drei Mio. Euro und nur weniger Fördermittel zu teuer geworden“, erklärt BM Weber. Das Freilicht-Großprojekt „Silberberg“ werde wegen mangelnder Unterstützung vom Bund nicht mehr aufgeführt. Die dafür seitens der Stadt budgetierten Mittel sollen in die geplante Adaptierung des neuen Kulturraumes fließen. (TT, ad)

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Angela Dähling

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