4750 Unternehmenspleiten

Keine Pleitewelle: Insolvenzen nach Corona wieder auf Vorkrisenniveau

Wien – Die in der Corona-Krise befürchtete große Insolvenzwelle, wenn die staatlichen Hilfen wieder auslaufen, ist nicht eingetreten. Die Zahl der Unternehmenspleiten hat voriges Jahr aber doch wieder das Niveau von 2019 erreicht, dem letzten Jahr vor der Pandemie. 2022 gab es 4750 Pleiten, 2019 hatte es 4887 gegeben. In den Jahren dazwischen gab es einen Einbruch auf beispielsweise nur 3009 Insolvenzen anno 2021, berichtete die Statistik Austria am Donnerstag.

Gegenüber 2019 wurden voriges Jahr um 2,8 Prozent weniger Pleiten verzeichnet, gegenüber 2021 um 58 Prozent mehr. „Mehr als ein Fünftel aller Insolvenzen im Jahr 2022 betrafen den Dienstleistungsbereich, gefolgt vom Bau und vom Handel", erklärte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. „Die vielfach befürchtete Pleitewelle ist bisher ausgeblieben."

Auch im vierten Quartal 2022 haben sich die Insolvenzen auf dem Level vor der Pandemie eingependelt: Im Zeitraum Oktober bis Dezember 2022 wurden 1208 Firmen insolvent, was fast exakt der Anzahl des vierten Quartals des Vorjahres (1205) entspricht, als die Zahl der Insolvenzen wieder begann, sich dem Vorkrisenniveau anzugleichen. (APA)

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