Phänomen „Aufschieberitis“

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Oder doch? Tipps gegen das Prokrastinieren

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Es gibt Dinge im Leben, die müssen erledigt werden. Die Steuererklärung zum Beispiel. Abgehakt werden diese To-dos oft erst im letzten Augenblick. Kennt jeder. Wer nicht, gehört zu den zwei Prozent der Menschen, die nie Aufgaben aufschieben.

Kennen Sie das? Sie nehmen sich etwas vor – etwas Wichtiges. Es muss gemacht werden. Aber im Augenblick haben Sie keine Lust oder Energie dazu. Also verschieben Sie es auf später. Später? Schon wieder?

Dieses Phänomen wird gern als Aufschieberitis belächelt. In der Fachsprache spricht man von Prokrastination. Und so sperrig das Wort ist, so sehr leiden Betroffene unter dem Krankheitsbild. Nimmt man es genau, müsste man zwischen normalem Aufschieben und Prokrastinieren unterscheiden. „Aufschieben ist im Allgemeinen nichts Schlimmes, sondern ganz normal. Die meisten haben einen stressigen Alltag, da kann es schnell passieren, dass man Prioritäten umreihen muss“, erklärt die Psychologin Christina Beran.