Tirols größtes Bio-Label

Bio vom Berg steigerte 2022 seinen Umsatz

Geschäftsführer Björn Rasmus, Bio-Bergbäuerin Bianca Klapeer und Obmann Simon Wolf blicken auf ein turbulentes Jahr zurück.
© Bio vom Berg

Tirols größtes Bio-Label mit rund 600 Betrieben erreichte ein Umsatzplus von sieben Prozent.

Innsbruck – Auch Bio vom Berg musste 2022 Herausforderungen wie die Inflation oder den Fachkräftemangel meistern. Dennoch konnte ein Umsatz von 14,6 Mio. Euro (2021: 13,7 Mio.) erwirtschaftet werden. „Berechnet man die Inflation mit ein, befinden wir uns auf Vorjahresniveau beziehungsweise nur leicht darunter“, so Björn Rasmus, Geschäftsführer der Bioalpin.

Tirols einzige unabhängige Bio-Erzeugermarke sieht sich mit zwei zentralen Herausforderungen konfrontiert, wie Genossenschafts-Obmann Simon Wolf betonte. „Die Teuerung zieht laufende Preisanpassungen nach sich, was eine Vielzahl an Gesprächen mit Kunden und Lieferanten bedeutet, schließlich möchten wir unseren kleinstrukturierten Betrieben eine langfristige Perspektive bieten“, so Wolf. Was die Preissteigerungen für die einzelnen Betriebe bedeuten, versuchte Bianca Klapeer, Bioalpin-Vorstandsmitglied und Bio-Bäuerin in Nauders, zu veranschaulichen: „Während das Futter für unsere Legehühner 2021 noch 50 Cent netto pro Kilo kostete, sind es jetzt 80 Cent, und ein einziges Huhn frisst rund 120 Gramm am Tag.“ Zudem wirke sich der Fachkräftemangel auch auf den Vertrieb der Bio-Produkte aus. So fehle im Handel ausgebildetes Fachpersonal, das die Konsumenten berät und informiert. „Der wachsende Selbstbedienungsbereich erschwert die Markteinführung eines Premiumprodukts“, erläutert Wolf. Hier versuche man mit Schulungen den Handel zu unterstützen.

Für das laufende Jahr sei man aber durchaus optimistisch. „Es gibt eine starke Verwurzelung der Konsumenten in der Region“, meint Rasmus. Hinzu komme, dass Bio-Produkte in Österreich stärker im Lebensmitteleinzelhandel etabliert sind als beispielsweise in Deutschland. Inwieweit 2023 die noch zu erwartenden Preissteigerungen im Verkauf eingepreist werden, sei schwer vorauszusagen. „Aber es wird sich ziemlich sicher auf den Umsatz auswirken. Wie sehr, ist aber schwer zu prognostizieren“, so Rasmus. (hu)

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