Hilfe für Geflüchtete

250.000 Euro zusätzlich: Land Tirol setzt Ukraine-Hilfe fort

Die Hilfe von Bevölkerung und Politik kommt bei den aus der Ukraine Geflüchteten an.
© Rita Falk

Innsbruck – Ende Jänner hat der Bund das Aufenthaltsrecht für die Vertriebenen des Kriegs in der Ukraine bis März 2024 verlängert. Nun zieht auch das Land Tirol bei den Unterstützungsmaßnahmen für die aus der Ukraine geflüchteten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen nach und stellt zusätzliches Budget in Höhe von 250.000 Euro zur Verfügung. Damit werden für das laufende Jahr 2023 die Dolmetschkosten für gehörlose Menschen aus der Ukraine übernommen. Außerdem wird die Schulassistenz für ukrainische Kinder mit Beeinträchtigungen bis März 2024 fortgeführt.

In Tirol befinden sich aktuell rund 60 Gehörlose aus der Ukraine. Damit speziell bei wichtigen Terminen wie Arztbesuchen, Besprechungen in Kindergärten oder Schulen sowie Wohnungsbesichtigungen und Vertragsvereinbarungen eine reibungslose Kommunikation möglich ist, können beim Tiroler Gehörlosenverband Dolmetschleistungen beansprucht werden. Durchgeführt werden diese über die Beratungsstelle für Gehörlose und Dolmetschzentrale für Gebärdensprache in Innsbruck. Für 2023 stellt das Land Tirol insgesamt maximal 70.000 Euro für diese Dolmetschleistungen zur Verfügung, die damit für die Betroffenen kostenlos sind.

Das Angebot der Schulassistenz für ukrainische Kinder wird für zwei weitere Schulhalbjahre verlängert. Das Land Tirol leistet hierfür im Ausmaß von maximal 180.000 Euro einen Zuschuss zu den Lohnkosten, wie er grundsätzlich bei Erfüllung der Voraussetzungen nach dem Tiroler Teilhabegesetz gewährt wird. (TT)