Viele Verkehrs-Hotspots

Wechsel bei Semesterferien: Staus in Tirol, aber kein Chaos

Der Andrang Richtung Tirol ließ am späten Nachmittag am Verkehrsknotenpunkt Reutte Süd, wo auch eine Dosierampel steht, nach. Richtung Deutschland gab es verhaltenen Rückreiseverkehr.
© Mittermayr

Mit Verzögerungen im Straßenverkehr war gestern in Tirol zu rechnen. Es blieb aber doch etwas ruhiger als gedacht. Große Unfälle blieben aus,

Innsbruck – Weniger dramatisch als erwartet ging gestern einer der verkehrsstärksten Samstage in Tirol über die Bühne. Die Straßen waren sowohl auf als auch abseits der Inntalautobahn gut gefüllt. Staus und Verzögerungen gab es an den üblichen neuralgischen Punkten, aber nur teilweise in größerem Ausmaß als an anderen Winter-Wochenenden, hieß es am späten Nachmittag aus der Verkehrsüberwachungszentrale der Polizei. Unfälle mit größeren Schäden blieben zum Glück aus.

Mit Komplikationen hatte man im Vorhinein gerechnet. Immerhin gesellten sich zum Ski- und Urlauberverkehr reisefreudige Familien: Stand doch ein Schichtwechsel bei den Semesterferien an. Während in Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Kärnten und Burgenland für rund 340.000 Schüler eine Woche schulfrei startete, neigte sich diese für die rund 450.000 Kinder in Wien und Niederösterreich dem Ende zu. Entsprechender Reiseverkehr war vorprogrammiert.

Vielerorts waren wieder Abfahrtverbote und Dosierampeln in Kraft. Überlastet waren zeitweise der Brettfalltunnel am Eingang zum Zillertal, der Landecker Tunnel bei Zams und der Leermoser Tunnel bei Biberwier. Es kam zur Blockabfertigung, die – anders als an üblichen Wochenenden – gestern teilweise bis in den (späten) Nachmittag anhielt. Zähflüssigen Verkehr meldete die Polizei auch an den Grenzübergängen nach Deutschland in Kufstein – die „Anstellreihe“ reichte zeitweise bis Kirchbichl zurück. Auch am anderen Ende Tirols, beim Grenztunnel Vils, ging es nur langsam voran. Nahe dem Verkehrsknoten „Reutte Süd“ auf der B179 Fernpassbundesstraße gab es untertags zwar starken Urlauberreiseverkehr Richtung Fernpass und folglich ins Inntal. Aber doch weit weniger als Mitte Februar üblich, schildert Reuttes Bezirkspolizeikommandant Michael Eder. Die bayerischen Schulferien starten erst in einer Woche, der Großteil der holländischen Krokusferien sogar erst in 14 Tagen.

Ab in den Süden! Der Andrang an der Mautstelle Schönberg am Brenner schien hingegen auch nach 17 Uhr nicht nachzulassen. (TT.com)

🚗🚙🚐 Das sind die Haupt-Staustrecken:

  • Arlbergschnellstraße (S16), zwischen Bludenz und Landeck
  • Reschenstraße (B180) in Richtung Landeck vor Ladis
  • Fernpassstraße (B179), im gesamten Verlauf
  • Inntalautobahn (A12), vor den Ausfahrten Wiesing/Zillertal und Ötztal sowie im Großraum Innsbruck
  • Zillertalstraße (B169), im gesamten Verlauf
  • Loferer Straße (B178), zwischen dem Steinpass und St. Johann/Tirol
  • Pinzgauer Straße (B311), abschnittsweise zwischen Bischofshofen und Schwarzach
  • Pyhrnautobahn (A9), vor dem Baustellenbereich zwischen Treglwang und Trieben, bei Liezen sowie der Tunnelkette Klaus
  • Tauernautobahn (A10), abschnittsweise zwischen Salzburg und Bischofshofen
  • Ennstal Straße (B320), im Großraum Liezen

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