Neues Sicherheitsnetz

Land Tirol und AK schnüren Millionenpaket zur Teuerung

Ein neues Sicherheitsnetz gegen die Teuerung soll kommen.
© Böhm

Innsbruck – Ein „doppeltes Sicherheitsnetz“ gegen die Teuerungswelle haben am Freitag das Land Tirol und die Arbeiterkammer angekündigt. „Wir lassen in Tirol niemanden im Stich. Die Preiserhöhungen bei der Energie treffen uns nicht unvorbereitet, sondern haben sich aufgrund der extremen Preissprünge am europäischen Markt bereits abgezeichnet“, betonen LH Anton Mattle und AK-Präsident Erwin Zangerl. Deshalb arbeite man an einem treffsicheren Entlastungspaket.

Es gebe bereits umfassende Förderungen und Unterstützungsangebote auf Landesebene. „Die Einkommensgrenzen für den Energie- und Heizkostenzuschuss wurden beispielsweise deutlich erhöht, um schon jetzt mehr Menschen zu erreichen“, so Mattle.

AK und Land Tirol arbeiten nun an einem doppelten Sicherheitsnetz: Der Energiekostenzuschuss solle weiterentwickelt werden, um die Teuerung bei Energie-, Wohn- und Betriebskosten abzufedern. Der AK-Härtefallfonds soll zum Anti-Teuerungs-Fonds ausgebaut und mit mehr Mitteln ausgestattet werden, um rasch und unbürokratisch Energierechnungen bei Liquiditätsproblemen zu übernehmen.

Wenn die Strompreise in Tirol im Sommer steigen, greifen laut Mattle sofort die Entlastungsmaßnahmen des Bundes wie die Strompreisbremse. Auf eine rasche Lösung drängt der Landeshauptmann bei der vom Bund angekündigten Entlastung der Netzkosten. Hier brauche es dringend eine Deckelung.

Laut AK-Präsident Zangerl werde das Land Tirol einen zweistelligen Millionenbetrag für die Abfederung von Energie-, Wohn- und Betriebskostenteuerung mobilisieren. Außergewöhnliche finanzielle Belastungen sollen hier berücksichtigt werden. Auch die Tiwag werde sich im Einvernehmen mit der AK Tirol und dem Land Tirol mit zwei Mio. Euro beteiligen. (TT)

Verwandte Themen