Kostenlose Ausbildung

Personalnot in Kindergärten: Stadt Innsbruck geht in die Offensive

Die Arbeit mit Kindern kann durchaus erfüllend sein; trotzdem gestaltet sich die Personalsuche in städtischen Kindergärten schwierig. (Symbolfoto)
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Ab Herbst sollen Kindergarten-Assistentinnen eine kostenlose Ausbildung zur Pädagogin machen können. 17 Stellen sind derzeit offen.

Innsbruck – Fachkräftemangel in Kombination mit einer Welle an Pensionierungen trifft auch Innsbrucks Kinderbetreuungseinrichtungen mit voller Wucht. Der Personalmangel führte im Herbst 2022 dazu, dass drei geplante Gruppen – für deren Eröffnung es zwingend eine Pädagogin braucht – in städtischen Kindergärten nicht eröffnet werden konnten. Besserung ist nicht in Sicht. Deshalb werden Zusagen für Betreuungsplätze in Innsbruck strikt nach den gesetzlichen Vorgaben, sprich nach Berufstätigkeit der Eltern und dem Alter der Kinder, gereiht.

Laut SPÖ-Bildungsstadträtin Elisabeth Mayr entscheiden sich in Innsbruck nur fünf bis zehn Prozent der AbsolventInnen einer Bildungsanstalt für Elementarpädagogik für die Arbeit im Kindergarten. Hinzu kommt, dass tirolweit immer mehr Betreuungsplätze geschaffen und damit immer mehr PädagogInnen gebraucht werden.

Die Stadt Innsbruck kann dieses Problem nicht allein lösen – es braucht auch Bund und Land –, will aber zumindest ihren Teil dazu beitragen. Der Stadtsenat hat nun grünes Licht für die Erarbeitung von Maßnahmen gegen den Personalmangel gegeben. Eine davon soll bereits ab Herbst 2023 umgesetzt werden: In Kooperation mit der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik in der Falkstraße sollen städtische Kindergarten-Assistentinnen berufsbegleitend die Ausbildung zur Pädagogin absolvieren können. Die Kursgebühr übernimmt die Stadt.

Assistentinnen-Stellen sind laut Stadträtin Mayr deutlich leichter zu besetzen. Derzeit fehlen 17 PädagogInnen, aber nur zwei AssistentInnen. Die Bereitschaft zur Weiterbildung sei durchaus da, erklärt Birgit Neu, als Abteilungsleiterin im Rathaus unter anderem für die Betreuungseinrichtungen zuständig. Außerdem sollen die PädagogInnen durch administratives Personal entlastet werden.

Birgit Neu rührt generell die Werbetrommel für die Arbeit im Kindergarten: „Die Rückmeldungen unserer Pädagoginnen sind sehr positiv, sie sind glücklich in ihrem Beruf.“

Und wie sieht es mit der Bezahlung aus? Stadträtin Mayr erklärt, dass PädagogInnen in Vollzeit im ersten Jahr 2970 brutto verdienen und dann kontinuierlich steigen. Im 30. Dienstjahr liege man etwa bei 5000 brutto.