Neue Galerie auf 120 m2

Buntes Wunschkonzert: Innsbrucker Galerie Mathias Mayr hat sich verdreifacht

Der Innsbrucker Galerist Mathias Mayr freut sich, an seinem neuen Standort auch große Formate präsentieren zu können.
© Galerie Mathias Mayr

Innsbruck – Seinen Sprung ins Galeristendasein hat Mathias Mayr vor fünf Jahren mit einem winzigen Raum gewagt. 30 Ausstellungen – Personalen genauso wie Themenausstellungen unterschiedlichster Art von Tiroler wie Nicht-Tiroler Künstlern – haben inzwischen hier stattgefunden. Wobei die räumliche Begrenztheit die galeristische Lust Mayrs schmerzlich ausgebremst hat. Der Grund, weshalb er sich in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Standort nun räumlich mehr als verdreifacht hat.

Rund 120 m² ist die neue Galerie groß, die durch ihre kluge Zonierung viele Möglichkeiten zur Bespielung bieten. Besonders für große Formate, was in der Mini-Galerie unmöglich ist. Die parallel zur neuen – jedenfalls vorerst – weiter bestehen bleibt, bespielt mit eigenen Ausstellungen, im Herbst etwa mit Grafiken von Markus Vallazza, oder im Duett mit dem neuen Raum für Kunst.

Der bereits vor Weihnachten mit einer fabelhaften Personale zum 80. Geburtstag von Peter Blaas praktisch schon „eingeweiht“ worden ist, um mit einer programmatischen Schau nun offiziell eröffnet zu werden. Sozusagen mit „meinen Künstlern“, wie Mayr sagt. Und die lassen sich nicht in eine Schublade stecken, wie die Auswahl des selbst von der Kunst bzw. Architektur herkommenden Galeristen zeigt. Der sich genauso für die poetisch verdämmernden Landschaften eines Walter Nagl begeistern kann wie für die mit der Nähmaschine „gemalten“ Bilder von Nunzio De Martino. (Der sich aktuell auch die kleine Galerie mit der schwedischen Bildhauerin Cecilia Gatehouse teilt.)

Das Nebeneinander des in der neuen Galerie Gezeigten ist erfrischend schräg. Da hängen hyperrealistisch gemalte Socken von Jürgen Bauer neben einer bunt verpixelten „Ziege“ Jiri Mayers oder den plakativen Botschaften von Egone. Arbeiten von Helmut Christof Degn, Maurizio Bonato, Martin Pilser und Johannes Vogl-Fernheim gibt es genauso zu entdecken wie Minimalistisches des Amerikaners Douglas Witmer. Schade ist, dass sich unter den 18 Positionen mit der Adelheid Rumetshofers leider nur eine – wenn auch starke – weibliche findet. Acht bis neun Ausstellung soll es an diesem neuen Kunstort jährlich geben.

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