Illegale Goldschürfungen

Polizisten zerstörten Maschinen illegaler Goldsucher in Brasilien

Die Behörden in Brasilien gehen gegen die illegalen Goldschürfer vor.
© APA/AFP/IBAMA/-

Seit Tagen gehen die Behörden gegen illegale Goldschürfer im Yanomami-Gebiet vor. Schätzungen arbeiteten zuletzt rund 20.000 so genannte Garimpeiros in dem Schutzgebiet der Indigenen.

Brasilia – Bei ihrem Einsatz gegen illegale Goldschürfer im Norden von Brasilien haben Beamte ein Kleinflugzeug, einen Hubschrauber und Maschinen zerstört. Der Helikopter und das Flugzeug seien auf Ländereien der indigenen Yanomami in Brand gesteckt worden, berichtete das Nachrichtenportal G1 am Samstag. Zudem sprengten Einsatzkräfte eine Maschine, mit der die Goldsucher den Grund des Flusses absaugten, und zerstörten Bagger und Siedlungen der Eindringlinge.

Seit Tagen gehen die Behörden gegen illegale Goldschürfer im Yanomami-Gebiet vor. Schätzungen arbeiteten zuletzt rund 20.000 so genannte Garimpeiros in dem Schutzgebiet der Indigenen. Das Territorium der Yanomami in den nördlichen Bundesstaaten Roraima und Amazonas ist etwa so groß wie Portugal und eines der größten Schutzgebiete für Indigene in Brasilien. Dort leben mehr als 30.000 Yanomami.

Die brasilianische Regierung rief zuletzt den Gesundheitsnotstand in der Region aus. Viele Indigene leiden unter Unterernährung und Malaria. Ein Grund für die humanitäre Krise ist nach Einschätzung der Behörden die illegale Goldsuche in der Region. Die Goldschürfer trennen die Sedimente mit Quecksilber und verschmutzen so das Wasser und den Boden – mit fatalen Folgen für die von Landwirtschaft, Fischerei und Jagd lebenden Yanomami. Zudem schleppen sie Krankheiten ein. (APA/dpa)

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