Auf die Sensation fehlten Wafler am Ende nur 500 Meter
Grenchen – 60 Runden dauerte das Scratch-Rennen bei der Bahnrad-Europameisterschaft in Grenchen (SUI). Wären es 59 gewesen, würde an dieser Stelle von einer „Tiroler Medaillensensation“ berichtet werden: Denn als die traditionelle Glocke die letzte Runde einläutete, lag der KTM-Tirol-Cycling-Team-Fahrer Tim Wafler gemeinsam mit dem portugiesischen Titelverteidiger Iúri Leitão an der Spitze. Am Ende wurde der Wahl-Wiener aber dann doch vom Feld „geschluckt“ – und belegte Rang acht. „Natürlich ist es schade, wenn du in der letzten Runde eingeholt wirst“, seufzte der 21-Jährige. Denn eigentlich habe die finale Attacke „gut ausgeschaut“. „Wenn die Konkurrenten einen Augenblick länger gepokert hätten, wären wir durchgekommen.“
Die zentrale Erkenntnis? „Ich kann mit dem Allerbesten der Welt mithalten.“ Am Samstag legte Wafler dann noch im Omnium (Olympia-Disziplin!) Rang zwölf nach. Schon kommende Woche wird die Olympia-Qualifikation in Jakarta fortgesetzt.
Im Omnium der Frauen kam Landsfrau Kathrin Schweinberger (gestern noch im Madison im Einsatz) im abschließenden Punktefahren zu Sturz und beendete den Wettbewerb auf Platz 19. Die junge Tirolerin Leila Gschwentner landete bei ihrem Elite-EM-Debüt indes auf Rang 15 im Ausscheidungsrennen. (t.w.)