Fokus auf Inklusion: Imst rüstet alle Spielplätze auf
Imst – „Alle Spielplätze in Imst sollten künftig zumindest ein Inklusions-Spielgerät aufweisen“, das ist das erklärte Ziel von Stadtrat Richard Aichwalder. Dabei geht es darum, dass auch Kinder mit Behinderung und körperlichen Einschränkungen einen Spielplatz mitbenützen können. 10.000 Euro hat die Stadt dafür heuer im Budget bereitgestellt.
Erst, so Aichwalder, hatte man einen einzigen Inklusionsspielplatz angedacht gehabt. „Aber der wäre eigentlich zu einem Exklusionsspielplatz geworden“, ist er überzeugt, dass ein solcher Platz wohl stigmatisiert worden wäre. Deshalb will man künftig bei jedem der bald 13 öffentlichen Spielplätze im Stadtgebiet ein Gerät mit dabeihaben, das auch etwa Kindern im Rollstuhl Spaß im Verband mit ihren Freunden garantieren kann.
Dazu gehört etwa so etwas wie ein kleines Karussell, in dem ein junger Rollifahrer festgeschnallt werden und die Fliehkräfte wie jedes andere Kind erleben und genießen kann. „Eine Korbschaukel ist in Wahrheit auch ein solches Inklusionsgerät“, sagt Aichwalder. Und eine solche ist etwa am Spielplatz beim Stadtamt bereits errichtet. Das einzige Problem – diese Schaukel ist auf den Hügel hinaufgebaut und somit nicht wirklich gut erreichbar.
Angedacht war, die Inklusion erstmals in den neuen Spielplatz in Auf Arzill einfließen zu lassen – immerhin befindet sich dort auch das sonderpädagogische Zentrum. Mittlerweile dürfte aber der neue Spielplatz beim Glenthof der erste zur Deckung aller Bedürfnisse der verschiedensten Kinder werden.
Für heuer hat Aichwalder somit 10.000 Euro für die Inklusionsgeräte zur Verfügung. Dazu kommen noch einmal 12.000 Euro für die Beschilderung der bald 13 öffentlichen Spielplätze. „Damit die alle ihre offiziellen Namen bekommen“, will der Stadtrat den Treffpunkten der Kinder künftig den richtigen Platz in der Stadt einrichten.
Letztlich ist Aichwalder überzeugt, dass sich das Engagement für Inklusion in Stadt bezahlt macht: „Da können wir federführend in Tirol werden.“ (pascal)