Immer mehr Ein- und Zwei-Personen-Haushalte: Lienz braucht mehr Wohnungen
Lienz – Die Stadtgemeinde Lienz wird in den nächsten Jahren mehr Wohnungen brauchen. Das ist das Fazit einer Wohnbedarfsstudie, die Raumplaner Thomas Kranebitter dem Gemeinderat präsentierte. Der Grund liegt aber nicht darin, dass viel Zuzug oder viele Geburten erwartet werden. Im Gegenteil, die verschiedenen Prognosen sagen dem Großraum Lienz maximal ein leichtes Bevölkerungswachstum voraus, wenn nicht sogar ein Minus.
„Die Zahl der Ein- und Zwei-Personen-Haushalte steigt laufend“, erklärt der Raumplaner. „Besonders bei den Ein-Personen-Haushalten gibt es ein starkes Plus.“ Und das dürfte in den nächsten Jahren weitergehen – so erklärt sich auch der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen, vor allem an kleinen. Schon jetzt leben in der Osttiroler Bezirkshauptstadt durchschnittlich nur 1,9 Personen in einem Haushalt. Zum Vergleich: In Österreich liegt der Durchschnitt bei 2,21 Personen, in Tirol sogar bei 2,28.
Wie viele Wohnungen es in den nächsten Jahren exakt braucht, lässt sich nicht sagen. Das hängt vom Szenario ab, das der Berechnung zugrunde liegt. „Die Bandbreite reicht von acht bis 88 Wohnungen pro Jahr“, informiert Thomas Kranebitter.
Wobei Wohnungen nicht immer das Nonplusultra sind, sagt Stadtchefin Elisabeth Blanik. „Manche Leute wollen nun einmal ein Einfamilienhaus mit Garten. Das müssen wir einplanen.“ (co)