Fasnacht am „Unsinnigen”: Frauen gaben in Patsch wieder den Ton an
In der stark männerdominierten Welt der traditionellen Tiroler Fasnacht sind sie eine absolute Ausnahmeerscheinung – die Patscher Schellenschlagerinnen, die am „Unsinnigen Donnerstag“ wieder mit ihrem farbenfrohen und lautstarken Auftritt zu begeistern wussten.
In dem von der Hexe vorgegebenen Takt zogen die kostümierten, mit Holzlarven maskierten Teilnehmerinnen – ausschließlich Frauen und Mädchen, die in Patsch leben oder von dort stammen – mit ihren Schellen in Zweierreihen durchs Dorfzentrum. Der kollektive, rhythmische Klang der Schellen, die, mit beiden Händen am Griff, hinter dem Rücken getragen werden, sorgte für eine fast schon mystische Atmosphäre.
Das traditionelle Tänzchen mit den Zuschauern durfte aber natürlich auch nicht fehlen. Der außergewöhnliche Fasnachtsbrauch entstand 1958 – er ging aus dem Schellenschlagen der Männer hervor.
Mit dabei waren beim Umzug zudem die Brauchtumsgruppe Patsch, die örtliche Musikkapelle und die „Patscher Fögler“. (TT)
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