14 Menschen überlebten

Verdächtige verhaftet: 18 Migranten tot in Lkw in Bulgarien entdeckt

Grenzschützer in Bulgarien.
© APA/AFP/NIKOLAY DOYCHINOV

Die 18 Migranten dürften ersten Erkenntnissen zufolge erstickt sein. Die beiden Lenker des Schlepper-Lkws ergriffen die Flucht, als sie die Leichen entdeckten. Später konnte die Polizei vier Verdächtige verhaften.

Sofia – Unweit der bulgarischen Hauptstadt Sofia sind am Freitag 18 Migranten tot in einem Lkw entdeckt worden, teilte das Innenministerium mit. Bei den Migranten handelt es sich um junge afghanische Männer. Der Lkw wies bulgarische Kennzeichen aus Targowiste im Nordosten Bulgariens auf. Ersten Erkenntnissen zufolge sind die Männer erstickt. Vier Personen wurden inzwischen in der Küstenstadt Burgas und in der Hauptstadt Sofia festgenommen.

Alle vier sollen mit dem Fall in Verbindung zu stehen. Die Staatsanwaltschaft gab keine weiteren Einzelheiten darüber, ob es sich um die flüchtigen Fahrer oder um die Schlepper handelt. Angaben der Polizei zufolge transportierte der Lastwagen mehr als 50 Migranten, die sich unter Holzstapeln versteckt hatten. 14 Überlebende sind in Krankenhäuser in der Hauptstadt Sofia eingeliefert worden, informiert das Staatsradio BNR. Einige von ihnen hatten Atemprobleme.

Die Migranten, die nun in Behandlung sind, gaben gegenüber der Polizei an, dass beide Fahrer des Lasters flüchtig sind. Sie sollen den Lkw verlassen haben, als sie die Leichen entdeckten. Warum der Laster nahe des Dorfes Lukorsko zum Stehen kann, ist noch unklar. Das Innenministerium schloss einen Verkehrsunfall aus. Auch der Eigentümer des Lasters sei inzwischen festgenommen worden. "Aus den 16 DNA-Proben aus dem Lkw erhoffen wir uns weitere Informationen, einschließlich über die Fahrer", ergänzte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Borislaw Sarafow. (APA)

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