Auto-Test

Audi RS 3 Sportback: Gern einen Fünfer zum Sitzenbleiben

In Jagdgrün zeigt sich der Audi RS 3 Sportback, die roten Bremssättel heben sich vom dunklen Erscheinungsbild des Kompaktsportlers ab.
© Höscheler

Die Note macht die Musik: Hinter dem wuchtigen Singleframe-Kühlergrill des Audi RS 3 Sportback trällert ein hochgezüchteter Fünfzylinder.

Innsbruck – Wenn es unrund läuft, dann geht so richtig die Post ab: Unter der dunkelgrün gehaltenen Motorhaube des Audi RS 3 Sportback müht sich ein Fünfzylinder-Turbobenziner mit einer besonderen Zündfolge derart ab, dass es ein eigentümliches, süchtig machendes Klangbild ergibt. So als Nebenprodukt der Beschallung erzeugt der 2,5-Liter-Ottomotor einen saftig-satten Schub nach vorn, bei durchgedrücktem Gaspedal presst es den Oberkörper in die eng anliegenden, straff gepolsterten Sessel.

In weniger als vier Sekunden hat der RS 3 Sportback das bei uns derzeit gültige Landstraßen-Tempolimit erreicht. Jenseits der nördlichen Grenze Tirols ließe sich auf mancher Autobahn locker und lässig die 250-km/h-Höchstgeschwindigkeit erreichen, wohl wissend, dass das Aggregat zu noch mehr in der Lage wäre. Gegen Aufpreis hebt Audi das Level noch einmal an. Das allein zeigt die auf nur 300 Stück limitierte „Performance“-Sonderedition, die mit einem 407 PS starken Aggregat bis zu 300 km/h schnell fahren darf.

Zwei große Auspuffendrohre sind in die Heckschürze integriert.
© Höscheler

In unserer Basisversion des RS 3 Sportback sind es „nur“ 400 Pferdestärken und 500 Nm maximales Drehmoment, die zur Verfügung stehen – für maximalen Fahrspaß reicht es allemal, zumal die Siebengang-Doppelkupplung schnell und knackig agiert, die Lenkung direkt-präzise ausgelegt ist und der Allradantrieb mit Traktionsreserven agiert, die hohe Kurventempi zulassen. Da wundert es wenig, dass das Fahrwerk eher der straffen Seite zugeneigt ist und die zuständigen Audi-Designer dem Raumangebot nicht die höchste Priorität beimessen konnten und wollten. Das Ladeabteil etwa fasst zwischen 282 und 1104 Liter – für einen fünftürigen Kompaktwagen ist das kein Spitzenwert, für einen lupenreinen Sportwagen dagegen schon. Der RS 3 Sportback will sowohl im Renntrimm als auch im Alltag gefallen – und so müht er sich auch mit einem schön arrangierten Infotainmentsystem, das allerdings so manche VW-Konzern-übliche Software-Schwäche noch abarbeiten muss (insbesondere längere Wartezeiten).

Die Technik

  • Motor: Fünfzylinder-Turbobenziner
  • Hubraum: 2480 ccm
  • Drehmoment: 500 Nm bei 2250 U/min
  • Leistung: 294 kW/400 PS
  • L/B/H: 4389/1851/1436 mm
  • Gewicht: 1645/2075 kg
  • Kofferraumvolumen: 282–1104 l
  • Tankinhalt: 55 l
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
  • 0–100 km/h: 3,8 Sekunden
  • Verbrauch: 9,9 l/100 Kilometer
  • Kraftübertragung: Allradantrieb
  • Preis: ab 75.570 Euro
  • CO2-Emission: 190 g/km

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