📺  Doku vorgestellt

Boris Becker auf der Berlinale: Film war Privileg und Herausforderung

Boris Becker (l.) mit Alex Gibney bei der Berlinale.
© APA/AFP/STEFANIE LOOS

In der Dokumentation wird auch die Tablettensucht Beckers während seiner aktiven Profizeit thematisiert. „Das Leben als eine gewinnende Tennismaschine ist viel härter als es aussieht“, sagte der 55-Jährige.

Berlin – Rund zwei Monate nach seiner Haftentlassung hat Boris Becker am Sonntag während der Berlinale eine Dokumentation über die Höhen und Tiefen seines Lebens als „Herzenssache" bezeichnet. „Es war ein Privileg und eine Herausforderung, den Film zu machen", sagte der 55-Jährige am Sonntag in Berlin.

Der erste von zwei Teilen der Produktion „Boom! Boom! The World vs. Boris Becker" von Alex Gibney stand am Sonntag bei den Internationalen Filmfestspielen als Premiere auf dem Programm. „Ich bin ein großer Fan von Boris", sagte Gibney. Einen Film über ihn zu machen, habe einen weiteren Reiz gehabt: „Er ist auch ein Storyteller, der seine eigene Geschichte erzählen kann."

Bei der Vorstellung der Dokumentation hat Becker das seiner Meinung nach schwierige Verhältnis zu Deutschland hervorgehoben. „Gerade in Deutschland wird das oft nicht zugelassen, dass der jüngste Wimbledon-Sieger aller Zeiten erwachsener geworden ist", sagte der 55-Jährige.

In der Dokumentation wird auch die Tablettensucht Beckers während seiner aktiven Profizeit thematisiert. „Das Leben als eine gewinnende Tennismaschine ist viel härter als es aussieht", sagte Becker. Man müsse immer funktionieren. „Jeder Spieler hat einen Weg, damit umzugehen, mit diesen Erwartungen. Wenn ich nicht gewinne, versuchen besonders Deutsche, mich zu kreuzigen. (APA, dpa)

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