"Makel" im Gesicht

Ein Facharzt erklärt: Wenn das Augenlid auf Wanderschaft geht

Bei der jungen Frau links ist das Gewebe ums Auge straff, der Blick wirkt wach. Bei der älteren Frau rechts zeichnet sich ein Schlupflid ab.
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Schlupflider und Tränensäcke hätte wohl jeder Betroffene gerne los. Wenn die so genannten Schönheitsfehler zu Sehbeeinträchtigungen führen, kann eine Operation sogar notwendig werden.

Der Albtraum fängt für manche Menschen jeden Morgen nach dem Aufstehen an: wenn der Badspiegel statt frischer Augen einen müden Blick zurückwirft. Schuld sind entweder tiefe Ränder unter den Augen und/oder ist die überschüssige Haut, die das Oberlid verdeckt. Tränensäcke und Schlupflider sind in der Gesellschaft weit verbreitet. Und für so manchen sind sie ein Makel im Gesicht. Allerdings einer, der sich auch zu einem gesundheitlichen Problem auswachsen kann.

„Wenn Menschen mit Schlupflidern häufig unter Nacken- oder Kopfschmerzen leiden, sollten sie eventuell einen Augenarzt aufsuchen“, informiert Anton Schwabegger, stellvertretender Klinikdirektor der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie an der Uniklinik Innsbruck. Diese Beschwerden würden oft daraus resultieren, dass aufgrund des hängenden Lids der Kopf weiter in den Nacken gelegt wird – für eine bessere Sicht. „Das passiert im Alltag an sich und insbesondere bei der Bildschirmarbeit“, berichtet der Facharzt. „Durch die andauernde Fehlhaltung entstehen Verkrampfungen im Nacken, die schlussendlich zu Kopfschmerzen führen“, erklärt er weiter.