„Telfer Humanitas-Preis“: Feuerwehr der Menschlichkeit ausgezeichnet
Mit dem „Telfer Humanitas-Preis“ belohnt die Gemeinde Telfs zivilgesellschaftliches Engagement. Fünfmal wurde die besondere Auszeichnung heuer verliehen.
Telfs – Eva Rainer ist so etwas wie die „Feuerwehr“ des Sozialsprengels Telfs und Umgebung und hilft, wenn es „brennt“. Seit 20 Jahren ist sie als ehrenamtliche Hospizbegleiterin tätig, sie macht Einzelbetreuungen für den Sprengel, sie hilft bei Veranstaltungen mit und erledigt nebenher auch noch Besuchsdienste im Altenheim.
Dem Mitmenschen hat sich auch Klara Juen verschrieben. Sie war „Großmutter für die Kindergartenkinder“, hatte immer „ein offenes Ohr für die Jungen und strickte wahrscheinlich schon eine komplette Lkw-Ladung an Babypatschen, Kappen und Kuscheltieren für die Neugeborenen in Telfs“. „Sie ist ein Mensch, der nicht nur Gutes tut, sondern einfach guttut“, hieß es am vergangenen Wochenende.
Die Marktgemeinde Telfs hat Eva Rainer (Kategorie „Privatperson“) und Klara Juen („Sonderpreis für ihr Lebenswerk“), die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen, neben drei weiteren Preisträgern mit dem so genannten „Telfer Humanitas-Preis“ ausgezeichnet. Damit wird „gelebte Mitmenschlichkeit und zivilgesellschaftliches Engagement“ belohnt.
28 Einreichungen hatte es heuer gegeben. „Es war sehr schwer zu entscheiden, denn alle Eingereichten haben die Anforderungen übererfüllt und eigentlich hätten alle den Preis verdient“, unterstrich Vizebürgermeister Johannes Augustin, der mit Gemeinderätin Larissa Pöschl durch den Abend führte.
In der Kategorie „Vereine und Initiativen“ wurde der „Verein Neustart – das Telfer Ehrenamtlichen-Team der Bewährungshilfe“ ausgezeichnet: Er betreute in den 19 Jahren seines Bestehens schon 400 Klienten und half ihnen dabei, ihre „zweite Chance“ im Leben auch zu nutzen. In der Kategorie „Unternehmen und Institutionen“ wurde der Diakonie Flüchtlingsdienst vor den Vorhang geholt, der geflüchteten Menschen in allen Lebensbereichen unter die Arme greift.
Und nicht zuletzt bekam auch die Polytechnische Schule Telfs den Preis in der Kategorie „Schul- und Jugendaktivitäten“. Dort setzt man die Talente und das Engagement immer wieder für das Gemeinwesen ein. Zuletzt etwa wurden beim Projekt „Brot und Salz“ 3600 Euro für ukrainische Flüchtlinge gesammelt.