Mit Aufnahmeverfahren

„Anerkannte Europäische Schule" in Tirol will keine Eliteschule sein

Andreas Beckmann (Generalsekretär des Obersten Rates der Europäischen Schulen), LH Anton Mattle, LRin Cornelia Hagele und Martin Netzer (Generalsekretär im Bildungsministerium) (v.li.).
© Land Tirol/Krepper

Die Schule in Innsbruck startet mit Semester 2023/2024 – mit Aufnahmeverfahren aber ohne Schulgeld. Die Einrichtung „stehe allen offen". Bei der Anerkannten Europäischen Schule handelt es sich um die erste Schule dieser Art in Österreich.

Innsbruck, Wien – Die österreichweit erste „Anerkannte Europäische Schule", die mit dem Schuljahr 2023/2024 ihre Tätigkeit in Innsbruck aufnimmt, will sich trotz Aufnahmeverfahrens als eine „Schule für Alle" etablieren. An drei Standorten in Innsbruck wird man auf Schulgeld verzichten und will bei den Aufnahmegesprächen für die Primarstufe bei den „Kompetenzen der Kinder" ansetzen, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck seitens der Verantwortlichen.

Diesen Aufnahmeprozess haben bereits rund 50 Schülerinnen und Schüler, die mit Herbst 2023 fix in ihren neuen Schulalltag in der „Anerkannten Europäischen Schule" (AES) starten, durchlaufen. Auch für Herbst 2024, in dem die Sekundarstufe starten wird, schaue es gut aus: Bereits 60 Personen haben sich dafür angemeldet. All diese Schülerinnen und Schülern würden bald, neben Fremdsprachen und Naturwissenschaften, auch den „europäischen Geist" einüben, meinte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP): „Sie erfassen in dieser Schule die europäische Dimension und kommen damit später auch über die nationalen Grenzen hinaus."

Es geht vorrangig um die Sprachenbildung der Schülerinnen und Schüler und natürlich um die Etablierung der europäischen Standards.
Andreas Beckmann, Generalsekretär des Obersten Rates der Europäischen Schulen

Das betonte auch Andreas Beckmann, Generalsekretär des Obersten Rates der Europäischen Schulen. „Es geht vorrangig um die Sprachenbildung der Schülerinnen und Schüler und natürlich um die Etablierung der europäischen Standards." Die AES in Tirol, die die 24. Schule in der Europäischen Union in dieser Form ist, wolle diese Standards und die europäischen Werte an „alle Bevölkerungsschichten" weitergeben, strich er heraus.

Martin Netzer, Generalsekretär im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, betonte wiederum die bundespolitische Dimension dieses in Österreich neuartigen Schultyps: „Diese Schule hat zweifellos große bundespolitische Bedeutung." Sie zeige Österreich, wie man „bildungspolitisch weiterkommt" und rege auch zum „Reflektieren über das eigene nationale Schulsystem an", so Netzer.

Die Schüler und Schülerinnen haben sowohl die sprachliche Kompetenz als auch eine Matura in der Tasche, mit der sie in der ganzen EU problemlos studieren können.
Cornelia Hagele, Bildungslandesrätin (ÖVP)

Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) hob schließlich das Angebot der AES im Sprachenbereich abermals klar hervor. Neben einer „Arbeitssprache", die nach Wahl entweder Englisch, Deutsch oder Italienisch sei, käme später auch etwa wahlweise Französisch oder Latein hinzu. Mit dem abschließenden „europäischen Abitur" könnten die Absolventen dann auf mehreren Ebenen in der EU reüssieren: „Die Schüler und Schülerinnen haben sowohl die sprachliche Kompetenz als auch eine Matura in der Tasche, mit der sie in der ganzen EU problemlos studieren können".

Die AES befindet sich in Innsbruck an drei Standorten: An der Volksschule Saggen, an jener in Altwilten und am Akademischen Gymnasium Innsbruck. Nach insgesamt zwölf Schulstufen – fünf Klassen Primarstufe und sieben Klassen Sekundarstufe - schließen die Schüler mit dem international anerkannten Europäischen Bakkalaureat ab. (APA)

🔗 Weitere Informationen dazu finden sich unter www.aes-tirol.tsn.at

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