Betrug per SMS

Warnung vor neuer Masche: Betrüger drohen mit Gerichtsvollzieher

Bei dieser SMS-Nachricht handelt es sich um einen Betrugsversuch. Das Finanzministerium rät, keinesfalls den Link zu öffnen.
© Paumgartten

Innsbruck – „Ihre offene Forderung mit der Nummer 23894891 wurde trotz mehrerer Mahnungen nicht beglichen!“ So beginnt eine SMS-Nachricht, die angeblich vom Finanzamt stammt und derzeit auf Tausenden heimischen Handys landet. Und die Besitzer mit nachstehender Drohung verunsichert: Demnächst „wird der Gerichtsvollzieher vorsorglich Ihren Hausrat pfänden“, kündigt der Absender an. Es sei denn, die ausständige Summe wird sofort über den beigefügten Zahlungslink überwiesen.

Wer tatsächlich zahlt, wird zum Opfer von Betrügern. Das geht aus einer Aussendung des Finanzministeriums hervor, in der vor der neuen Masche gewarnt wird. Der Zahlungslink führt zu einer gefälschten Website, die nach Finanzamt aussieht und von den Tätern eingerichtet wurde. Bei den Betrugsversuchen nützen die Kriminellen nicht nur SMS, sondern auch E-Mails, in manchen Fällen werden die Opfer sogar angerufen.

Wie Hans-Peter Seewald, Leiter der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes bestätigt, sind die Betrüger auch in Tirol tätig: „Bei den Polizeidienststellen sind mehrere Hinweise von Personen eingegangen, die derartige SMS erhalten haben. Tatsächlich Geld überwiesen hat nach unserer Kenntnis aber niemand.“ Anders die Situation in Salzburg, dort sollen die Betrüger in zumindest zwei Fällen erfolgreich gewesen sein.

Das Finanzministerium betont, Informationen ausschließlich per Post oder über die FinanzOnline-Databox zu übermitteln. SMS-Nachrichten und Mails „vom Finanzamt“ seien mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrugsversuche. (tom)