Bomben fliegen weiter

Russische Raketen auf Wohnhaus in Saporischschja: Drei Tote, Schwangere geborgen

Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.
© APA/AFP/UKRAINE EMERGENCY MINISTRY PRESS/HANDOUT

Mindestens drei Menschen starben bei einem Raketenangriff Russlands auf ein Wohnhaus in Saporischschja. Elf Menschen wurden aus den Trümmern geborgen, darunter auch eine schwangere Frau.

Kiew, Moskau – Bei einem russischen Raketenangriff auf die Großstadt Saporischschja im Süden der Ukraine sind nach ukrainischen Polizeiangaben mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens vier Menschen seien bei dem Raketeneinschlag in einem fünfstöckigen Gebäude verletzt worden, teilt der staatliche Rettungsdienst mit. Elf Menschen konnten demnach lebend aus den Trümmern geborgen werden, darunter eine Schwangere.

Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht zu überprüfen. Die Such- und Bergungsarbeiten dauerten nach Angaben der Behörden am Vormittag noch an. Befürchtet wird, dass sich in dem eingestürzten Gebäude weitere Opfer befinden könnten. Saporischschja liegt weniger als 50 Kilometer von der Front entfernt. In den vergangenen Monaten wurde die Stadt von russischen Truppen mehrfach mit Artillerie und Raketen beschossen. Im September hatte Russland die Region Saporischschja für annektiert erklärt, obwohl russische Streitkräfte die Gebietshauptstadt selbst nie kontrolliert haben.

Mitte Jänner hatte eine russische Rakete ein Wohnhaus in der Millionenstadt Dnipro getroffen. Dabei wurden mehr als 40 Menschen getötet. Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert bereits seit mehr als einem Jahr.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs rückte das russische Militär am Donnerstag weiter auf die Stadt Bachmut vor und "stürme die Stadt". Die ukrainische Armee wehre die Angriffe in Bachmut und an anderen Orten in der Region Donezk, die unter Beschuss gerieten, ab. (APA, dpa, Reuters)

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