⛸️ Eisschnelllauf | WM

WM-Silber für Herzog – fünf Hundertstel fehlten Tirols Eis-Königin auf Gold

Die Medaillengewinnerinnen über 500 m: die Tirolerin Vanessa Herzog und die Niederländerinnen Femke Kok und Jutta Leerdam.
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Vanessa Herzog fügte ihrer Erfolgsgeschichte am Freitag ein weiteres Kapitel zu. Die Innsbruckerin holte Silber bei der WM. Nur die Niederländerin Femke Kok war um einen Wimpernschlag schneller.

Heerenveen – Vanessa Herzog sprintete in Heerenveen zur angestrebten WM-Medaille. Österreichs Aushängeschild im Eisschnelllauf musste sich am Freitag über 500 m nur um 0,05 Sekunden der Niederländerin Femke Kok geschlagen geben und holte Silber. Die ÖESV-Athletin erweiterte damit ihre Medaillensammlung bei Einzelstrecken-Weltmeisterschaften. 2019 hatte Herzog in Inzell über 500 m Gold und über 1.000 m Silber geholt.

„Es war superknapp. Ich bin nicht gut reingekommen in den Lauf, hatte keinen optimalen Start und einen Wackler vor der ersten Kurve. Dann war das Rennen perfekt“, berichtete Herzog.

Über diese Distanz hatte die 27-Jährige im letzten Weltcuprennen der Saison in Polen erstmals seit fast drei Jahren wieder gewonnen. Und den Schwung nun auf die Einzelstrecke mitgenommen. „Es gibt fünf, sechs, sieben Mädels, die gewinnen können, darunter bin ich auch“, hatte Herzog im Vorfeld zum Kreis der Medaillenkandidatinnen gesagt.

„Immer wenn ich fit war, bin ich unter den ersten Zwei gewesen, aber die WM ist ein eigenes Rennen, eine andere Bahn, die Holländer fahren beim Heimrennen immer gut.“ Sie sollte damit Recht behalten und platzierte sich im "Holländer-Sandwich" zwischen Kok und Jutta Leerdam (+0,26).

Nach zwei Bandscheibenvorfällen 2021 hat die Tirolerin nun wieder eine ganze Saison gut – und am Ende auch erfolgreich – überstanden. „Dem Rücken geht es super“, erzählte Herzog. „Hin und wieder zwickt's, aber das ist bei jedem so.“ In Heerenveen läuft Herzog am Samstag auch die 1.000 m und am Sonntag zum Saisonkehraus die 1.500 m.

Odor startet am Samstag in die WM

Für den Tiroler Gabriel Odor (l.) wird es am Samstag ernst. Der Olympia-Teilnehmer aus Grinzens startet im Massenstart in jener Disziplin, in der er zu Saison­beginn als Zweiter seinen ersten Weltcup-Podestplatz einfuhr. (TT)