Aufregung in Fiss

Causa „Frommestrail“: Bike-Strecke in Fiss polarisiert weiter

Fiss – „Unsere Positionen haben sich nicht angenähert“, sagt Tirols Landesumweltanwalt (LUA) Johannes Kostenzer nach der Verhandlung zum Fisser Frommestrail am Montag beim Landesverwaltungsgericht. Am Verhandlungstisch ging man unter anderem der Frage nach dem „öffentlichen Interesse“ einer teilweisen Streckenverlegung des bestehenden Biketrails nach. Der LUA hatte Beschwerde gegen die naturschutzrechtliche Bewilligung erhoben (die TT berichtete).

Geht es nach dem Tourismusverband (TVB) Serfaus-Fiss-Ladis, ist eine Attraktivierung des Frommestrails dringend notwendig – insbesondere um Nutzerkonflikte zwischen Wanderern und Radfahrern zu lösen. Der LUA sieht in dem Projekt aber unberührten Lebensraum gefährdet – und das viel größere Interesse im Naturerhalt.

„In der Verhandlung habe ich von der Gegenseite keine Bereitschaft gesehen, auf unsere Position zuzugehen“, sagt Kostenzer. Um Konflikte im Vorfeld zu vermeiden, habe man vor Jahren einen naturverträglichen „Leitfaden“ zur Trailentwicklung erstellt. In diesem Fall seien „die darin enthaltenen Empfehlungen aber ignoriert worden“, kritisiert der LUA. Die Geschäftsführung des TVB Serfaus-Fiss-Ladis stand auf Anfrage der TT während des laufenden Verfahrens für keine Stellungnahme zur Verfügung. In den nächsten Wochen wird das Landesverwaltungsgericht entscheiden, wie es mit dem Frommestrail weitergehen soll. (veo)

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