Deutsche Bahn setzt wegen Gewalt gegen Mitarbeiter auf Bodycams
2022 gab es nach DB-Angaben mit 3138 Fällen rund 21 Prozent mehr Übergriffe auf Bahnmitarbeiter als im Jahr 2021.
Berlin – Aufgrund von körperlichen Angriffen auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will die Deutsche Bahn (DB) Kundenbetreuer in Zügen mit Bodycams ausstatten. Seit Februar laufe ein Testeinsatz mit Kameras am Körper in der Schwarzwaldbahn, der auf weitere Regionen ausgeweitet werden soll, teilte der Konzern am Samstag mit. Darüber hinaus seien weitere Schutzmaßnahmen geplant sowie Schulungen für Bahnmitarbeiter mit Kundenkontakt.
Die Videoüberwachung an Bahnhöfen wird verstärkt. Aktuell betreibt die DB demnach 9000 Videokameras auf Bahnhöfen, bis 2024 sollen es 11.000 sein. In den Innenräumen von fast drei Viertel aller Nahverkehrs- und S-Bahnzüge seien schon fast 50.000 Kameras installiert.
2022 gab es nach DB-Angaben mit 3138 Fällen rund 21 Prozent mehr Übergriffe auf Bahnmitarbeiter als im Jahr 2021, als jedoch wegen Corona erheblich weniger Menschen Züge benutzten (2021: 2582 Fälle). Etwa 30 Prozent davon seien auf die Durchsetzung der mittlerweile abgeschafften Maskenpflicht zurückzuführen gewesen. (APA, dpa)