Politik am Sonntag

Bischof Glettler für religiöse Symbole in Tirols Klassenzimmern

Glettler: Unterschiedliche Überzeugungen sollten respektiert werden.
© Böhm

In der Diskussion über Kreuze in Klassenzimmern – das Tiroler Schülerparlament hat sich dagegen ausgesprochen – wartet jetzt der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler mit einem Vorschlag auf. Er, sagt Glettler, verstehe einen wesentlichen Teil des Anliegens des Tiroler Schülerparlaments, dass sich nämlich in der Verwendung der Glaubens-Symbole im gemeinsamen Unterrichtsraum auch die religiös bunte Zusammensetzung einer Klasse spiegeln sollte. Sein Vorschlag: „Kinder einer nicht christlichen Religion sollten ebenso die Möglichkeit haben, ihr religiöses Symbol im Klassenzimmer für alle sichtbar anzubringen. Das würde eine respektvolle Lernumgebung schaffen und für alle Beteiligten einladend wirken. Hingegen wäre das Entfernen aller religiösen Zeichen aus den Schulräumen eine mutwillig gesetzte Aktion, die eine geistige und spirituelle Verarmung zur Folge hätte.“

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