Bischof Glettler für religiöse Symbole in Tirols Klassenzimmern
In der Diskussion über Kreuze in Klassenzimmern – das Tiroler Schülerparlament hat sich dagegen ausgesprochen – wartet jetzt der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler mit einem Vorschlag auf. Er, sagt Glettler, verstehe einen wesentlichen Teil des Anliegens des Tiroler Schülerparlaments, dass sich nämlich in der Verwendung der Glaubens-Symbole im gemeinsamen Unterrichtsraum auch die religiös bunte Zusammensetzung einer Klasse spiegeln sollte. Sein Vorschlag: „Kinder einer nicht christlichen Religion sollten ebenso die Möglichkeit haben, ihr religiöses Symbol im Klassenzimmer für alle sichtbar anzubringen. Das würde eine respektvolle Lernumgebung schaffen und für alle Beteiligten einladend wirken. Hingegen wäre das Entfernen aller religiösen Zeichen aus den Schulräumen eine mutwillig gesetzte Aktion, die eine geistige und spirituelle Verarmung zur Folge hätte.“
Religiöse Symbole
Gegen Kreuz und Co: Tirols Schüler fordern neutrale Klassen ohne Kruzifix
Politik in Kürze
Das Kreuz im Klassenzimmer löst Debatten aus
Mit einer Aktion an mehreren Orten im bayerischen Inntal protestieren Bürgerinitiativen am Samstag erneut gegen den deutschen Nordzulauf des Brennerbasistunnels. Mit Fackeln und Manifesten wollen Anrainer an der rund 60 Kilometer langen Strecke von Grafing bis Kiefersfelden demonstrieren. Rund 1000 rote Mahnstäbe entlang der geplanten Trasse sollen die Dimension des Bauwerks verdeutlichen, argumentiert der „Brennerdialog Rosenheimer Land“.