Großer Andrang, zu wenig Platz: Noch eine Boulderhalle für Innsbruck
Innsbruck – Das Innsbrucker Kletterzentrum KI am Sillside-Areal hat Weltruf. Es ist Austragungsort für internationale Bewerbe, Bundesleistungszentrum und Treffpunkt für Hobbykletterer. „Im Vorstiegsbereich geht es sich mit dem Platz noch ganz gut aus, aber Bouldern ist gerade beim jungen Publikum zu so einer Trendsportart geworden, dass in vielen Städten immer neue Hallen gebaut werden“, sagt KI-Geschäftsführer Reinhold Scherer. So ist das KI nicht nur für das heimische Publikum eine gut genützte Sportstätte, „es spielt auch eine Rolle im Tourismus. Viele Breitensportler reisen sogar von anderen Kontinenten extra zum Klettern nach Innsbruck“, weiß Scherer. Besonders in den Weihnachtsferien war aufgrund des Schneemangels der Andrang riesengroß: „Als es weder zum Skifahren noch Rodeln noch Langlaufen ging, waren wir heillos überfüllt“, erzählt Scherer.
Da die derzeitige Boulderfläche von 1250 Quadratmetern bei Weitem nicht mehr ausreicht, soll nun mit einer neuen Halle das Platzproblem gelöst werden. „Die Stadt Innsbruck will für die Leistungs- und Breitensportler beste Bedingungen schaffen“, erklärt Sportstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ). Man sei seit Längerem mit dem Thema der Erweiterung der Boulderfläche befasst, „derzeit prüfen wir eine Möglichkeit am Sillside-Areal, denn ich möchte im Idealfall erreichen, dass man eine gute Lösung am gleichen Standort wie das KI hat“, sagt Mayr. Im Stadtsenat sei bereits Wohlwollen gezeigt worden, Land Tirol und Bund wissen laut Mayr vom Bedarf. „Wenn das Projekt dann konkret ist, werden wir natürlich versuchen, die beiden auch für die Finanzierung ins Boot zu holen“, so Mayr.