„Noch ist es nicht zu spät"

Protest für den Erhalt des Ehrwalder Hallenbades

Ehrwald – Gemeinderat Peter Steger von der oppositionellen Liste „Zukunft-Ehrwald“ kocht vor Wut. Grund dafür ist die von den beiden Gesellschaftern bekannt gegebene Schließung des Ehrwalder Hallenbades. Vertreter von Gemeinde und TVB hatten sich letzte Woche aufgrund der immensen Kosten und prognostizierten Abgänge dazu entschlossen, das Bad zu schließen. Stattdessen soll ein neues Freizeitkonzept erarbeitet werden.

„Mehrere aufgebrachte Bürger haben sich bei uns gemeldet und zahlreiche Aktionen vorgeschlagen und teilweise sogar bereits in die Wege geleitet. Wir unterstützen alle demokratischen Mittel, welche dazu geeignet sind, unser Hallenbad zu erhalten. Es ist ein wichtiges Infrastrukturelement unserer Gemeinde, eine der verbliebenen Freizeitattraktivitäten sowohl für Gäste als auch Einheimische“, lässt Steger wissen und fügt hinzu: „Zu viele Betriebe haben in den letzten Jahren geschlossen. Eine von uns intern erfolgte Zählung ergab 59 in 35 Jahren. Und nichts ist mehr nachgefolgt. Das macht sich auch auf der Einnahmenseite der Gemeinde schmerzlich bemerkbar.“

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Die Hausaufgaben seien von keinem der beiden Gesellschafter erledigt, Ideen und Vorschläge einfach vom Tisch gewischt worden. „Und das, was uns nach langem Fordern an Zahlen vorgelegt wurde, zeichnet ein desaströses Bild“, so Steger.

Um das endgültige Aus für das Hallenbad zu besiegeln, müssen Gemeinderat und Tourismusverband noch den formellen Beschluss in ihren Gremien fassen. Die Mandatare sind dazu in der Gemeinderatssitzung am 21. März aufgerufen. Bis dahin will Steger alle Hebel in Bewegung setzen, um dies noch zu verhindern: „Noch ist es nicht zu spät, noch ist nichts entschieden.“

Eine Unterschriftenliste ist bereits in Umlauf, eine zusätzliche Protestaktion geplant. Steger: „Wir fordern alle auf, sich am 21. März um 19 Uhr vor dem Gemeindeamt einzufinden und den Gemeinderäten und -rätinnen zu demonstrieren, wofür sie gewählt wurden: für das Wohl der Gemeinde und Bürger und nicht für die Demontage der Infrastruktur.“

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