Klimaprotest mit Klebstoff und Öl

Verfassungsschutz: Letzte Generation bisher nicht extremistisch

Weil sie bei ihren Protesten oft ihre Hände an den Asphalt kleben, werden Mitglieder der Letzten Generation auch als "Klima-Kleber" bezeichnet.
© IMAGO/Christian Grube

Die Ende 2021 gegründete Gruppe hatte am 24. Jänner vergangenen Jahres erstmals in Berlin Autobahnzufahrten blockiert. Auch in Österreich sind die Klimaaktivsten aktiv.

Berlin – Das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sieht aktuell keine hinreichenden Anhaltspunkte, die Klimagruppe Letzte Generation als extremistisch einzuschätzen. Das sagte BfV-Präsident Thomas Haldenwang dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Gruppe teilweise kriminell agiere. Haldenwang betonte: "Der Verfassungsschutz schaut täglich genau hin, wie sich die Situation weiterentwickelt."

Die Ende 2021 gegründete Gruppe hatte am 24. Jänner vergangenen Jahres erstmals in Berlin Autobahnzufahrten blockiert. Danach folgten mit Unterbrechungen fast täglich derartige Blockaden sowie Proteste in Museen, Stadien, an Erdölpipelines oder Flughäfen. Die Aktivisten fordern unter anderem generell die Abkehr von fossilen Energien wie Öl, Gas und Kohle. Viele Politiker hatten das Vorgehen der Gruppe kritisiert. So nannte etwa der deutsche Finanzminister Christian Lindner (FDP) die Aktionen der Gruppe "brandgefährlich".

Auch in Österreich haben sich mittlerweile mehrere Gruppierungen der Letzten Generation entwickelt. Sie unterhalten Unterstützung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. (APA/dpa)

Mehr zum Thema:

undefined

Protest der Letzten Generation

Wieder Klebeaktionen auf den Straßen: Neue Klimaproteste in Wien und Graz

undefined

Bärendienst am Klimaprotest

Deutscher WWF kritisiert Letzte Generation: „Das ist falsche Symbolik“

undefined

Behinderungen am Südring

Klimademo sorgte am Montag wieder für Stau im Innsbrucker Frühverkehr