Ehrenamtliche Hilfe

Landecker „Altes für Gutes“ bleibt brandaktuell

Edmund Georg, Viktoria Halitsa und Daniel Schrott (v. l.) hauchen alten Computern wieder neues Leben ein.
© Altes für Gutes

Über 300 Computer wurden vom Verein „Altes für Gutes“ schon repariert und verschenkt. Derzeit verstärkt an ukrainische Familien.

Landeck – Dass ein Name zur Berufung wird, das gibt es wohl in den seltensten Fällen. So war es jedoch beim Landecker Daniel Schrott, der sich mit seinem Verein „Altes für Gutes“ um Computer kümmert, die für viele Menschen reif für den Schrottplatz wären. Nicht aber für ihn und sein ehrenamtliches Team: Es nimmt sich alter Geräte an, bringt sie wieder auf Vordermann und spendet sie an Personen, die sich nigelnagelneue Computer nur schwer leisten können. Während bei der Vereinsgründung 2021 die Corona-Pandemie die größte Zielgruppe hervorbrachte, ist es inzwischen der Ukrainekrieg – denn die meisten Abnehmer findet der Verein aktuell in ukrainischen Flüchtlingsfamilien.

Ursprünglich war „Altes für Gutes“ die Antwort auf plötzliches Home-Schooling und Online-Besprechungen. „Als Informatiker kam ich oft zu Austauschgeräten, die noch gut waren. Als ich sah, wie groß der Bedarf war, begann ich, privat alte Computer herzurichten und zu verschenken“, erzählt Schrott. Als die Anfragen schließlich überhandnahmen, wurde der Verein gegründet. Inzwischen zählt „Altes für Gutes“ zwölf ehrenamtliche Mitglieder und ist tirolweit tätig.

Doch nun genauer zum Prinzip: In drei Annahmestellen in Landeck, Imst und Innsbruck können nicht mehr benötigte Geräte abgegeben werden – von Computer über Laptops, Tablets bis Zubehör. Im Idealfall werden die Dinge wieder funktionstüchtig gemacht, ansonsten als Ersatzteile genutzt. Im Anschluss werden die Sachspenden in monatlich stattfindenden Workshops repariert und neu aufgesetzt. „Hier zeigen wir unseren Mitgliedern, wie das funktioniert“, sagt Schrott und spricht von einer „Win-win-Situation“. Dabei hätten vor allem zwei Grundsätze oberste Priorität. Erstens: Um den Datenschutz der Spender zu wahren, werden Festplatten vernichtet und ausgetauscht. Zweitens: Die Adressaten bleiben natürlich anonym.

Rund 20 Anfragen flattern monatlich ins Haus. Die meisten davon kämen derzeit von Familien aus der Ukraine, die Geräte zum Distance-Learning benötigen, sagt Schrott. Die zweitgrößte Zielgruppe seien arbeitende Menschen, die sich keine Computer leisten können bzw. Jobsuchende. Um die Spenden dort zu verteilen, wo sie wirklich benötigt werden, steht „Altes für Gutes“ mit anderen lokalen Sozialvereinen im Austausch.

Wer spenden möchte oder selbst ein Gerät benötigt, erhält weitere Informationen unter www.altes-für-gutes.at oder unter 0660/4316698.

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Monika Schramm

Monika Schramm

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Matthias Reichle

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