Auftritt im Treibhaus

Humor erweitert den Wissensstand: Science Busters kommen nach Innsbruck

Experimente dabei: Martin Puntigam (l.) und Florian Freistetter kommen mit den Science Busters am 22. März ins Treibhaus und zu „Tirol Live“.
© ORF/ Mican

Die Science Busters trainieren Hirn und Lachmuskeln gleichermaßen. Am Mittwoch zeigen sie ihr neues Programm „Planet B“ in Innsbruck.

Innsbruck – Außerirdische Lebewesen docken auf der Erde an. Was suchen sie auf unserem Planeten und was denken sie über die herrschende Spezies Mensch? Diese Fragen und mehr, die vermutlich noch nie ein Mensch gestellt hat, beantworten die Science Busters mit ihrem neuen Programm „Planet B“. Sind Kamele Impfgegner? Darf sich eine Sternschnuppe etwas wünschen, wenn sie einen Menschen sieht? Am Mittwoch, 22. März, klären Kabarettist Martin Puntigam, Astronom Florian Freistetter und Molekularbiologe Martin Moder in Innsbruck (20 Uhr, Treibhaus) auf. Nach „Global Warming Party“ mit dem Schwerpunkt Klimakrise gleicht das neue Programm einem Versuchs-Potpourri, gewidmet dem Kerngedanken der Science Busters: der humoristischen Wissenschaftsvermittlung.

Vor dem Auftritt sind die Herren der faktenbasierten Schöpfung um 18 Uhr bei „Tirol Live“ auf tt.com zu Gast und werden nicht nur über ihre Show samt neuer Verhütungsmethode für Männer sprechen, sondern auch über die Chancen und Grenzen von Humor in der Wissenschaft. Auf Nachfrage können die bühnenerfahrenen Laborvögel nämlich auch ernst sein. Ein Vorgeschmack:

Wissenschaftsskepsis habe es immer gegeben, in den vergangenen Jahren sei sie durch Corona-Pandemie und Klimakrise konzentrierter und lauter geworden – Stichwort soziale Medien –, vor allem aber politisch relevant. Die Auswirkungen der „wissenschaftlichen Uninformiertheit“ bekommen wir nun alle zu spüren, argumentiert Freistetter. Für Puntigam ist der Begriff „Wissenschaftsskepsis „ein Etikettenschwindel“, sie habe weder mit dem einen, noch dem anderen Teilbegriff zu tun. „Aber es klingt cooler, nachdenklicher und legitimiert so scheinbar den Widerspruch“ gegen Sachberichte wie den IPCC-Klimareport. Dagegen kämen auch die Science Busters schwer an.

Allerdings – und das bestätige der Erfolg der vergangenen 15 Jahre: Humor ermögliche es, Naturwissenschaft zugänglich zu machen, Vorurteile à la „Das ist zu kompliziert, verstehe ich nicht, ist langweilig“ abzubauen. „Niemand sagt ‚Ich gehe nicht ins Kabarett, weil vielleicht ist es mir zu lustig‘“, so Freistetter. Hirn und Lachmuskeln werden in der Show trainiert. „Man bekommt Wissenschaft vermittelt, bevor man es merkt.“

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