Ergebnis 2022 präsentiert

Gewinn-Verdoppelung durch Strompreise: Verbund erhöht Dividende kräftig

Verbund-Chef Michael Strugl.
© APA/Himmelhoch

Die stark gestiegenen Großhandelspreise für Strom sorgten 2022 für massive Gewinne beim Konzern Verbund. Von der Entwicklung sollen die Aktionäre, darunter auch die Republik Österreich, profitieren.

Wien – Der Stromkonzern Verbund hat im abgelaufenen Geschäftsjahr von den stark gestiegenen Termin- und Spotmarktpreisen auf dem Großhandelsmarkt für Strom profitiert und in den wesentlichen Kennzahlen Verdoppelungen erzielt. Der Gewinn vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) verdoppelte sich auf 3,16 Mrd. Euro, das Konzernergebnis erhöhte sich um 97 Prozent auf 1,72 Mrd. Euro. Von der Entwicklung sollen die Aktionäre, darunter auch die Republik Österreich, profitieren.

Der teilstaatliche Konzern will für 2022 eine deutlich höhere Dividende von 3,60 Euro je Aktie ausschütten. Diese Dividende bestehe aus einer ordentlichen Dividende in Höhe von 2,44 Euro pro Aktie und einer Sonderdividende in Höhe von 1,16 Euro pro Aktie, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Ergebnisvorlage mit. 2021 lag die Dividende bei 1,05 Euro pro Anteilsschein.

Stromerzeugung aus Laufwasserkraft stark gesunken

Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) verzeichnete der Verbund eine Verdoppelung auf 2,63 Mrd. Euro. Die Umsatzerlöse legten kräftig um 117 Prozent auf 10,35 Mrd. Euro zu. Aufgrund des trockenen Sommers war die Erzeugung aus Laufwasserkraft im Geschäftsjahr 2022 aber stark unterdurchschnittlich. Der Erzeugungskoeffizient lag mit 0,86 um 9 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres und um 14 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Stromkonzern ein EBITDA zwischen rund 3,5 und 4,4 Mrd. Euro und ein Konzernergebnis zwischen rund 1,9 und 2,5 Mrd. Euro. Die Ausschüttungsquote soll zwischen 45 und 55 Prozent liegen. (APA)

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