📱 Wettbewerb um KI

Künstliche Intelligenz: Kampf der IT-Giganten hat längst begonnen

Google versucht den KI-Vorstoß von Microsoft mit Cloud-Initiative zu kontern.
© APA, Tribouillard

Mountain View, Redmond – Google hat eine umfassende Initiative vorgestellt, mit der Unternehmen und Organisationen ohne großen Aufwand selbst Anwendungen für Künstliche Intelligenz (KI) bauen können. Außerdem wird das Office-System Google Workspace um KI-Funktionen erweitert.

Das Programm umfasst zum einen die Nutzung von Sprachmodellen, die von Google entwickelt wurden. Außerdem bietet der Konzern eine Entwicklungsumgebung an, mit der man eigene KI-Anwendungen bauen kann. Damit kontert Google einen Vorstoß von Microsoft. Der Softwarekonzern, der in wichtigen Geschäftsfeldern wie der Online-Werbung und Internet-Suche von Google abgehängt wurde, versucht mit Hilfe des kalifornischen Start-ups OpenAI die traditionelle Google-Suche durch Anfragen an ein KI-System zu ersetzen.

Der Google-Konter richtet sich zum einen an Unternehmen, aber auch an private Nutzer. Die Initiative umfasst auch die so genannte „generative KI“, also das Generieren von Inhalten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Das prominenteste Beispiel dafür ist der Text-Roboter ChatGPT von OpenAI. Google wird künftig seinen Kunden, die die Office-Suite „Google Workplace“ nutzen, entsprechende Funktionen zur Verfügung stellen. Damit können beispielsweise längere E-Mail-Wechsel per Knopfdruck zusammengefasst oder die Ergebnisse in eine Präsentation überführt werden.

Googles steht aber noch nicht einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Preise für die KI-Schnittstellen und Entwicklungsbaukästen hat Google noch nicht genannt. (APA)