Lawinenverbauung für Innsbruck: Auffangdamm in Allerheiligen wird saniert
Innsbruck ist die einzige Landeshauptstadt in Österreich, deren Siedlungsraum direkt von Lawinen bedroht ist. In Allerheiligen bekommt der Lawinenauffangdamm nun ein neues Auslaufbauwerk.
Innsbruck – Wenn auf der Nordkette eine Lawine abgeht, dann könnten die Schneemassen sogar bis zu den Innsbrucker Stadtteilen Mühlau, Hungerburg, Hötting und Allerheiligen vordringen. In diesem Frühjahr startet nun im Westen der Stadt das nächste Lawinensicherheitsprojekt.
In Allerheiligen wird heuer die Standsicherheit und Schutzfunktionalität des mehr als 30 Jahre alten Lawinenauffangdamms erhöht. Dieser wurde als Erdschüttdamm errichtet. Das heißt, es wurden damals keine Abdichtungen vorgenommen. "Im Falle eines Lawinenabgangs kann es zu einer Verklausung des Ablaufs und einem Einstau des Dammes kommen, da das Wasser dann nicht ungehindert abrinnen kann", heißt es in einer Aussendung der Stadt.
Nun wird ein Auslaufwerk eingebaut, mit dem ein solcher Einstau verhindert werden soll. "Neben dem dicht bebauten Siedlungsbereich und den Infrastruktureinrichtungen wie etwa Forst- und Wanderwege sowie Straßen, quert auch die Mittenwaldbahn den Wirkungsbereich der Allerheiligenhof-Lawine. Mit diesen Umbaumaßnahmen wird der Allerheiligen-Damm auf den neuesten Stand der Technik gebracht und für die zukünftigen Ereignisse optimiert", sagt Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.
Bauarbeiten bis Sommer 2024 geplant
Während der Bauarbeiten wird es zu Einschränkungen in der Wegbenützung in diesem Bereich kommen. Die Stadt weißt darauf hin, dass alle Wegsperren und Hinweistafeln über Ausweichmöglichkeiten immer zu beachten sind.
Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro. Die Stadt Innsbruck übernimmt einen Finanzierungsbeitrag 25 Prozent, das sind 800.000 Euro. Die restlichen Bund und das Land Tirol. Der Abschluss der Bauarbeiten ist bis Sommer 2024 geplant. (TT.com)