Ein Volleyball-Fest, das unter prekären Vorzeichen steht
Druck auf beiden Seiten: Die TI-Damen und die Herren von Hypo Tirol wünschen sich heute (ab 17 Uhr) einen Hexenkessel auf der USI.
Innsbruck – Das große Rechnen bleibt beim heutigen insgesamt dritten Volleyball-Doppel aus. Obwohl die Ausgangslagen bei den beiden Tiroler Teams nicht unterschiedlicher sein könnten.
🏐 Siegen oder fliegen: Die TI-rowa-moser-volley hat um 17 Uhr nur eine Chance, die Halbfinale-Serie („Best of three“: 1:0 für Linz) zu verlängern: Ein Sieg muss her. „Unsere Chance liegt darin, dass wir keine Chance mehr haben“, holte TI-Obmann Michael Falkner mit einem Grinser aus. „Und genau die wollen wir nützen. Die Mädels sind heiß und wollen sich gegen Linz endlich selbst belohnen.“ Im Pokalfinale scheiterte man knapp am ersten Satzgewinn, in Linz (1:3) hätte man beinahe zwei gewinnen können. „Es fehlt nicht viel“, stellte auch Kapitänin Martyna Walter klar: „Wir wollen das Entscheidungsspiel.“
🏐 Zittern verboten: Beim Hypo Tirol Volleyballteam (20 Uhr) hat man sich mit dem knappen 3:2-Auswärtserfolg in Ried den ersten Matchball in der „Best of five“-Serie erspielt, nun will Headcoach Stefan Chrtiansky, dass seine Truppe den Sack zumacht: „Es liegt nur an uns. Ried wird noch einmal stärker auftreten, auf Fehler warten und volles Risiko nehmen.“ Dass Niklas Kronthaler und Co. im zweiten und vierten Satz auswärts derartig viele Eigenfehler produzierten und dadurch unnötig ins Wanken kamen, hat der Trainerfuchs bereits aufgearbeitet: „Das ist klar ein mentaler Faktor, den wir aber wieder abstellen können.“
🏐 Schauplatz USI: Beide Tiroler Volleyball-Clubs wünschen sich in jedem Fall erneut eine Festtagsstimmung wie beim Pokalfinale im Februar, als 1100 Zuschauer die USI in einen Hexenkessel verwandelten. Dementsprechend klar sind Falkners Worte: „Wann, wenn nicht jetzt brauchen wir die Unterstützung?“