Maximal 300 Lkw pro Stunde

Tirol plant im zweiten Halbjahr weitere 17 Lkw-Dosiertage an der Grenze zu Bayern

Tirol will auch im zweiten Halbjahr an vereinzelten Tagen den Lkw-Verkehr an der Grenze zu Bayern in Kufstein dosieren.
© APA/dpa/Peter Kneffel

300 Lkw pro Stunde können im zweiten Halbjahr bei den geplanten Blockabfertigungen die Grenze bei Kufstein-Süd passieren. Für das gesamte Jahr 2023 sind damit 41 sogenannte Dosiertage vorgesehen.

Innsbruck/Kufstein – In Tirol wird im zweiten Halbjahr planmäßig an 17 Tagen der Lkw-Verkehr an der Grenze nur blockweise abgefertigt. An diesen Tagen können pro Stunde maximal 300 Lkw den Checkpoint bei Kufstein Nord passieren, teilte das Land am Montag in einer Aussendung mit. Für das gesamte Jahr 2023 sind damit 41 sogenannte Dosiertage vorgesehen. Unterstützt wird die Festlegung von einem digitalen Simulationsmodell.

Dies wurde heuer erstmals angewandt. "Mit dessen Hilfe wurden das Ausmaß der Beeinträchtigung des Verkehrsflusses an ausgewählten Tagen untersucht, die Grenzleistungsfähigkeit ermittelt und eine Einteilung in Risikoklassen vorgenommen: Dies ist besonders hilfreich im Zusammenhang mit den ab Herbst anstehenden Sanierungsarbeiten auf der A13 Brennerautobahn.

Die Methodik soll auch bei der Ausarbeitung eines innovativen, digitalen Verkehrsmanagements (Slot-System) zur Anwendung kommen, das mittelfristig die Notmaßnahme der Dosierung ablösen würde", hieß es seitens des Landes.

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Mattle: "Als wirksame Methode bewährt"

Für Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) habe sich die Blockabfertigung "in den vergangenen fünf Jahren als wirksame Methode bewährt". Großräumige Überlastungen und gefährliche Situationen an den Anschlussstellen können dadurch vermieden werden. Tirols Verkehrslandesrat René Zumtobel (SPÖ) zeigte sich indes vom digitalen Simulationsmodell überzeugt: "Mithilfe modernster Technik gelingt es uns, treffsicher Kapazitäten auszuloten, Verkehrsflüsse zu modellieren und kritische Stunden und Tage auf Tirols Autobahnen vorab zu identifizieren.

Diese Erkenntnisse werden wir auch bei der Erarbeitung eines neuen Verkehrsmanagementsystems für den Brennerkorridor, an dem wir aktuell mit unseren Partnern in Südtirol und Bayern intensiv arbeiten, einfließen lassen, sodass mittelfristig die derzeit noch zwingend erforderliche Notmaßnahme der Dosierung abgelöst werden kann".

Die Zahl der Dosiertage war in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Im Jahr 2018 wurde der Verkehr an nur 27 Tagen blockweise abgefertigt, in den Jahren 2021 und 2022 waren es 41 bzw. 42. darunter befanden sich auch immer einige außerplanmäßige Tage, die aufgrund des Verkehrsaufkommens dazukamen. Tirol setzt seit Jahren unter anderem auf das Instrument der Blockabfertigungen, um dem überbordenden Transitverkehr entgegenzuwirken. (TT.com, APA)

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