Pink statt Grün

Lieferdienst mit neuem Namen: Aus Mjam wird wieder Foodora

Die Essenslieferant:innen werden künftig in Pink unterwegs sein.
© foodora

Der Lieferdienst mjam, seit November unter neuer Geschäftsführung, unterzieht sich einem Rebranding.

Wien – Aus Grün wird Pink, aus Mjam wird wieder Foodora. Der Fahrrad-Lieferdienst wird einem Rebranding unterzogen, teilte das Unternehmen am Dienstag via Aussendung mit. „Als Teil der Delivery Hero Gruppe werden künftig Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Ungarn, die Slowakei, Tschechien und auch wir in Österreich unter einer gemeinsamen starken Marke durchstarten“, erklärte Herbert Haas, seit November 2022 Geschäftsführer von Mjam.

Die Angebote von Mjam – Essenszustellungen, Lebensmittellieferungen und ein Apothekenservice – sollen demnach erhalten bleiben und um zusätzliche Angebote wie etwa ein Abo-Modell erweitert werden. Auch die Bestell-App soll im Zuge der Umstellung auf Foodora ein „Facelift“ erhalten.

Die mehr als 2600 Mjam-Lieferant:innen, die künftig in Pink statt Grün unterwegs sein werden, bekommen laut Haas seit einigen Wochen mehr Geld. Die Bezahlung der freien Dienstnehmer:innen pro Bestellung sei durch ein neues Bezahlmodell im Durchschnitt um zehn Prozent gestiegen. „Das bedeutet, dass die Rider für eine durchschnittliche Bestellung nun über 4,40 € anstelle der bisher 4,00 € erhalten“, so Haas. Die Bot:innen mit echtem Dienstvertrag werden nach Kollektivvertrag bezahlt und bekommen seit 2023 einen Monatslohn von 1.730 Euro brutto plus Weihnachts- und Urlaubsgeld. Außerdem erhalten sie 0,24 Euro pro gefahrenem Kilometer mit dem eigenen Fahrrad.

Die Umstrukturierung soll für die Fahrradbot:innen zudem zusätzliche Zuckerln wie Lebensmittelgutscheine oder gratis Deutschkurse bringen.

Mjam war in der Vergangenheit von Beschäftigten und Arbeitnehmervertreter:innen mehrfach wegen widriger Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung kritisiert worden. (TT.com)

Mehr zum Thema:

undefined

Unternehmen weist Vorwürfe zurück

Selbständige Mjam-Boten klagen über Minimal-Lohn

Verwandte Themen