Brückenschlag am Brenner

Meilenstein für den BBT: Länder und Leute verbinden

In der Sillschlucht wird gerade die Anbindung des BBT an den Innsbrucker Hauptbahnhof realisiert. Andrea Lussus Büro liegt nur wenige Gehminuten von der Baustelle entfernt.
© Axel Springer

Heute erreichen die Bauarbeiten den Brenner. Sorgenkind bleibt die Zulauf­strecke in Bayern. Ingenieur Andrea Lussu arbeitet seit mehr als 15 Jahren am Brennerbasistunnel mit. Der BBT ist kein normales Bauwerk, sagt er. Und denkt dabei auch an ein unkonventionelles Maifest.

Innsbruck – Auf Südtiroler Seite erfolgt heute der Brückenschlag: Die Haupttunnelröhre des grenzüberschreitenden und insgesamt 55 Kilometer langen Brennertunnels erreicht von Franzensfeste aus die Staatsgrenze, in Tirol ist man hingegen noch nicht so weit. Der Bau kostet 9,65 Milliarden Euro, Ende 2032 sollen die ersten Züge durch den Tunnel rollen. Sorgen bereiten der Tiroler Politik jedoch die Verzögerungen bei der Kapazitätserweiterung in Bayern. Dort ist vor 2040 nicht mit dem Nordzulauf für den Brennerbasistunnel zu rechnen.

„Die Vorteile dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke werden wir in Zukunft nicht nur bei der Güterverlagerung spüren, sondern schon jetzt im Personenverkehr: schnellere Zugverbindungen, einen dichteren Takt und weniger Lärmbelastung für die AnwohnerInnen“, sagt Verkehrs-LR René Zumtobel (SPÖ). Beim Treffen mit Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter habe er das aufgezeigt und ihn eindringlich gebeten, auch aufs Tempo zu drücken. „Während Deutschland noch nach Trassen sucht, wollen wir bereits heuer den Stollenanschlag für den Abschnitt Schaften­au – Radfeld durchführen.“

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