„Wir sind inklusiv“

Gütesiegel verliehen: 30 Tiroler Betriebe leben die Inklusion

Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen sollen gleichberechtigt beschäftigt und ausgebildet werden.
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Gütesiegel des Sozialminsteriumservice an der Villa Blanka feierlich verliehen.

Innsbruck – Gestern fand die 5. Erst-Gütesiegelverleihung von „Wir sind inklusiv“ an private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen statt. Das Gütesiegel gilt für einen Zeitraum von drei Jahren, mit der Möglichkeit zur Wiederbewerbung.

Weitere 30 Tiroler Unternehmen und ihre Mitarbeiter wurden vor den Vorhang geholt, die Jugendliche und Erwachsene mit unterschiedlichsten Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen gleichberechtigt beschäftigen und ausbilden.

Somit konnten seit dem Start von „Wir sind inklusiv“ im Jahr 2015, in Kooperation mit der arge SODiT und der Entscheidung der Jury, bereits 119 private und öffentliche Unternehmen Tirols ausgezeichnet werden.

Zielsetzung des Sozialministeriumservice ist, die berufliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt über das Netzwerk der beruflichen Assistenz zu fördern und zu unterstützen, indem individuell und gesellschaftlich bedingte Hürden beim Zugang und bei der Ausübung von Beschäftigung und betrieblicher Ausbildung überwunden werden.

📽️ Video | Verleihung:

„Wir sind inklusiv“ ist eine unterstützende Vorgehensweise, die hilft, Unternehmen, (potenziellen) Arbeitnehmenden mit Beeinträchtigungen und der breiten Öffentlichkeit aufzuzeigen, wie Inklusion gelingen kann.

„Mit der Auszeichnung sprechen wir Unternehmen an, die Inklusion leben, indem sie die Potenziale der Mitarbeitenden erkennen und nutzen und Arbeitsbedingungen schaffen, die die berufliche Teilhabe für alle Mitarbeitende sichern. Die Unternehmen beschäftigen Menschen mit Beeinträchtigungen gleichberechtigt, mit Engagement, und sehen darin auch einen betrieblichen Gewinn. Die Anstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen hilft mit, den Personalbedarf von Betrieben adäquat zu decken, was speziell in der aktuellen Situation große Bedeutung hat“, sagt Angelika Alp-Hoskowetz, Leiterin des Sozialministeriumservice, Landesstelle Tirol.

Bettina Unger, Key Account Managerin des NEBA Betriebsservice Tirol, betont in ihrer Stellungnahme die Wichtigkeit von Sensibilisierungsmaßnahmen, welche auf allen Ebenen eines Unternehmens stattfinden sollten. Des Weiteren betont sie, dass auch Recruitingprozesse in der Regel in Hinblick auf die Zielgruppe Menschen mit Behinderungen neu über- und gedacht werden müssten.

„Arbeit ist ein zentraler Aspekt für die gesellschaftliche Teilhabe und Gleichberechtigung für Menschen mit Behinderungen. Als Dachverband der 32 Organisationen in Tirol, die Leistungen für Menschen mit Behinderungen anbieten, setzen wir uns für Rahmenbedingungen ein, die Teilhabe fördern“, erklärte Phillip Pilgram, Vorstandsmitglied der argeSODit.

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