Oberklasse-SUV

Kia wagt sich mit dem EV9 über Fünf-Meter-Marke

Knapp mehr als fünf Meter lang: der EV9 von Kia.
© Kia

Hierzulande war die Korea-Marke noch nicht mit einem Oberklasse-SUV präsent – mit dem EV9, einem vollelektrischen Fahrzeug, wird sich das in einigen Monaten ändern.

Seoul – Mit dem Liefern kommt Kia derzeit nicht nach: Wer den heißbegehrten EV6 GT mit 585 PS Leistung ordert, muss wohl zwei Jahre Geduld in Kauf nehmen, bis er die ersten Runden mit dem vollelektrischen Fahrzeug drehen kann. Trotzdem will Kia bald ein weiteres Modell der EV-Reihe nachreichen. Dabei handelt es sich um den EV9, der wie der EV6 auf der E-GMP-Basis aufbaut. Diese Plattform ist nur für Batterieautos reserviert. Was Stromer betrifft, hat Kia in den vergangenen Jahren schon reichlich Erfahrung gesammelt, und zwar abseits des EV6. Mit dem Niro EV und dem Soul EV gibt es derzeit kompakte Angebote. Mit dem EV9 wagt sich Kia allerdings auf ein Gebiet, das der Marke zumindest in Europa nicht so bekannt ist: Wir reden vom Oberklassesegment, denn der EV9 ist mehr als fünf Meter lang, der Radstand beläuft sich auf 3,1 Meter.

Kenner des Elektroauto-Angebots von Kia werden Augen machen, was die Kapazität des größeren Akkus betrifft. Der Energiegehalt beträgt in diesem Fall 99,8 Kilowattstunden. Damit ist laut Kia eine Reichweite von bis zu 541 Kilometern möglich. Der EV9 ist wahlweise mit einem Heckantrieb oder mit einem Allradantrieb kombinierbar, für bestimmte Märkte sieht Kia außerdem eine zweite Batterieversion mit 76,1 kWh vor.

In puncto Dynamik braucht sich die künftige Kundschaft trotz des relativ hohen (akkubedingt) Gewichts keine Sorgen zu machen. Denn Kia geht davon aus, dass sich der EV9 in sechs Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen lässt. Noch schneller geht es, wenn der künftige EV9-Eigner über den „Kia Connect Store“ eine Boost-Freischaltoption wählt, die ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmetern mit sich bringt und das Oberklasse-SUV in 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h sprinten lässt.

Während der EV9 AWD mit zwei E-Motoren bestückt ist, kommt der Hecktriebler mit einem 204 PS starken Solo-Aggregat aus, das über ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern verfügt. Damit ist Landstraßentempolimit nach 9,4 Sekunden erreicht. Etwas zügiger geht es mit jener Variante voran, die mit einem kleineren Akku bestückt ist. Dann reichen 8,2 Sekunden für die Standard-Sprint-Disziplin. Marktstart ist Ende des Jahres.

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