In Sumpfgebiet gefunden

Kanadische Polizei meldet acht Tote an der Grenze zu den USA

Ottawa, Washington – Kanadische Behörden haben den Tod von acht Menschen bestätigt, die in einem sumpfigen Grenzgebiet in die Vereinigten Staaten gelangen wollten. Unter den Todesopfern sind demnach auch zwei Kleinkinder. Die Familien seien rumänischer und indischer Abstammung, teilten die Behörden am Freitag mit. Die Leichen seien nahe dem St. Lawrence River in der Akwesasne Mohawk Nation gefunden worden, einem Reservat im Südosten Kanadas an der Grenze zum US-Bundesstaat New York.

Es liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Montreal. Die Behörden gehen davon aus, dass die Menschen versucht hatten, auf illegalem Weg in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Sie untersuchen nun die genauen Todesumstände.

Nicht erlaubte Grenzübertritte an der US-kanadischen Grenze waren zuletzt auch politisch ein wichtiges Thema. Kanadas Premier Justin Trudeau und US-Präsident Joe Biden kamen überein, dass beide Länder künftig Asylverfahren verweigern dürfen, wenn Menschen nicht an offiziellen Grenzübergängen in eines der beiden Länder gelangen. Migrationsrechtler hatten argumentiert, dass dies dazu führen werde, dass Flüchtende gefährlichere Routen suchen werden, um den Behörden zu entgehen. (APA/dpa)

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