Das sind die häufigsten Probleme

Verspätungen, Ausfälle oder falsches Ticket: Wo Bahn- und Flugkunden Hilfe finden

Der Ärger vieler Flug- und Bahnreisenden ist groß. Verspätungen stehen auf der Tagesordnung, viele Züge sind zum Teil überfüllt.
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Mit welchen Tricks arbeiten Billigfluglinien und warum sind Strafzahlungen eines der häufigsten Probleme im Bahnverkehr: In welchen Fällen die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte am öftesten aktiv werden muss.

Innsbruck – Die unabhängige Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) ist die zentrale Servicestelle für den Bahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr und trägt mit Schlichtungsverfahren zur Wahrung von Passagierrechten bei. Geschäftsführerin Maria-Theresia Röhsler spricht im Interview über die häufigsten Probleme und wie Kunden geholfen werden kann.

Warum braucht es Einrichtungen wie die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte?

Maria-Theresia Röhsler: Gibt es Probleme und können Passagiere diese mit den jeweiligen Fluglinien, Schifffahrtsunternehmen, Bahn- oder Busbetreibern nicht lösen oder bekommen – auch das kommt vor – gar keine Antwort, braucht es einfach eine Stelle, die vermittelt. Anders als private Claim-Firmen wie etwa Flightright, bei denen es sich im Prinzip um Rechtsanwaltskanzleien handelt, verlangen wir für unsere Arbeit kein Geld, die Passagiere bekommen die volle Entschädigung. Diese Unternehmen verlangen, wenn tatsächlich geklagt werden muss, 25 bis 50 Prozent davon. Von uns werden die Konsumenten außerdem für ihr gesamtes Ungemach entschädigt, also für alle Kosten, die ihnen entstanden sind. Neben der Entschädigungszahlung bekommen sie oft auch eine Ticketerstattung bei Annullierung bzw. die Rückzahlung für Betreuungsleistungen wie Verpflegung, notwendige Hotelübernachtungen oder Taxifahrten. Das alles sind Posten, die von diesen Unternehmen nicht angesprochen werden.

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