Museen kämpfen um Besucher: Zweiter Frühling für die Publikumsrenner
2019 hat sich die Tate Britain für ein Jahr eine 100-prozentige Frauenquote auferlegt – zumindest die Abteilung Kunst nach 1960. Auch aus den großen österreichischen Museumsdampfern tönte im Nachhall der #MeToo-Debatte der Ruf nach mehr Aufmerksamkeit für Künstlerinnen – und das obwohl die Schieflage der Geschlechter im Ausstellungswesen und (vor allem) am Kunstmarkt seit Jahrzehnten bekannt ist. Aber sei’s drum. Die Museen gelobten Besserung, versprachen Neuentdeckungen, ja, das Aufbrechen des (eben vor allem männlichen, weißen) Kanons. In Österreich gelang einigen Institutionen so manche Überraschung – auch abseits der Blockbusterebene. Die Österreicherinnen Renate Bertlmann, Margot Pilz oder Ines Doujak bekamen in Personalen in ihrer Heimat die Aufmerksamkeit, die ihnen hier schon lange zugestanden hätte.
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