AVL-Finalserie

Tiroler Gipfelstürmer treffen auf „mentale Weicheier“

Die Volleyballer von Hypo Tirol mit Daniel Koncal (dunkelblau) stemmen sich im vierten Spiel gegen die Blau-Gelben von Aich/Dob.
© gepa/Schönherr

Nach der hart erkämpften 2:1-Führung in der Finalserie spielt Hypo Tirol heute (20.25 Uhr/ORF Sport+) in Bleiburg um die Titel-Vorentscheidung.

Bleiburg, Innsbruck – Neckereien und Psycho-Spielchen sind wie das Salz in der Suppe im packenden Finale der Austrian Volley League (AVL). Hypo Tirol schickt sich in der „Best-of-seven“-Serie an, mit 3:1 in Führung zu gehen, und könnte damit am Samstag daheim den Titel feiern.

Doch Rivale Aich/Dob wird heute (20.25 Uhr/live ORF Sport+) mit viel Herzblut aufs Parkett zurückkehren und will das bittere 2:3 vom Samstag vergessen machen. Die Tiroler siegten in der USI-Halle in einer hitzigen Partie, der Stachel bei den Kärntnern sitzt tief: „Wir sind mentale Weicheier, es ist unglaublich, ich verstehe nicht, was in den Köpfen der Spieler los ist“, schäumte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu und nahm sein Team in die Pflicht.

Für die Dunkelblauen geht es nun wieder in die Höhle des Löwen. Die durch den Stadionsprecher angepeitschten Fans und die nervigen Tröten in der Bleiburg-Arena zogen den Tirolern im zweiten Spiel der Finalserie bei der 1:3-Niederlage den Nerv.

AVL-Finalserie

AVL-Finale, „best-of-seven“: Spiel 4, heute:

Aich-Dob – Hypo Tirol Volleyballteam (20.25 Uhr/live ORF Sport+).

Bisherige Ergebnisse:

Spiel 1: 3:1 (19/-20/18/22)

Spiel 2: 1:3 (15/-27/-17/-20)

Spiel 3: 3:2 (19/-18/15/-17/13)

Stand in der „best-of-seven“-Serie: 2:1 für Hypo Tirol.

Trainerfuchs Stefan Chrtiansky hat einen Schlachtplan ausgearbeitet, der ohne Starangreifer Arthur Nath (Achillessehnenriss im zweiten Finalspiel) gelingen muss. Eigenbauspieler Finn Örley lieferte zuletzt eine mehr als solide Partie ab und schraubte mit seinen Punkten die Stimmung im Team nach oben. „Finn hat mich überrascht,“ sagte Chrtiansky. „Er hat gespielt wie ein Profi. Ruhig, mit Bedacht, und hat alles perfekt gelöst, er war auch im fünften Satz der entscheidende Faktor. Er hat als einziger Spieler das entscheidende Service über das Netz gebracht.“

Richtungsweisend wird wieder die Tagesverfassung von Luan Weber und Niklas Kronthaler im Angriff sein. Mit einem Sieg in Bleiburg hätten die Dunkelblauen am Samstag den ersten Matchball in der Innsbrucker USI-Halle. Aber bis zum Titel ist es noch ein steiniger Weg. Hypo-Manager Hannes Kronthaler glaubt (wieder) an die Stärke seiner Gipfelstürmer auf den letzten Metern zum ersehnten Meistertitel.

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