Verein Vaget

Bedarf an psychischer Pflege steigt auch im Bezirk Schwaz

Kathrin Knabl und Gertrud Devich von Vaget zeigen GR Eva Beihammer und BM Victoria Weber (v.l.) das neue Büro im Schwazer Ärztehaus.
© Fankhauser

Schwaz – Sie sind vom hintersten Zillertal bis Steinberg am Rofan, von Wiesing bis Weer täglich im Einsatz. Und meist ist kein Tag wie der andere. Denn die 22 Mitarbeiter des Vereins Vaget im Bezirk Schwaz betreuen ältere Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen. Kein leichter Job. Ein Rückzugsort und ein Platz, wo die Mitarbeiter zusammenkommen können oder auch Gespräche mit Angehörigen geführt werden, ist umso wichtiger. Daher sorgt das neu bezogene Büro im Schwazer Ärztehaus für Freude bei den Mitarbeitern.

Der Bedarf nach der spezialisierten mobilen Betreuung von Vaget wird laut Geschäftsführerin Gertrud Devich immer größer. Die Bevölkerungsentwicklung bringe nicht nur einen spürbaren Anstieg der psychischen Alterserkrankungen, sondern auch eine steigende Zahl an Personen mit Demenz. „Das ist aber kein Grund zum Aufgeben. Unsere Arbeit bietet Betroffenen und Angehörigen eine Chance zum Aufleben in schwierigen Situationen“, sagt Devich.

Von verschiedenen Demenzformen, Depression, Angststörungen, Suchterkrankung bis zur Persönlichkeitsstörung, Schizophrenie oder Morbus Parkinson – die Krankheitsbilder sind sehr vielfältig. „Vor allem die Mehrfachdiagnosen nehmen zu“, sagt Devich. Das bedeutet fürs Team, dass die Einsatzbereiche sehr unterschiedlich sind. „Wir arbeiten bedarfsorientiert, müssen flexibel sein und individuell reagieren“, erklärt Bereichsleiterin Kathrin Knabl. Der Aufbau einer professionellen Beziehung zum Klienten ist essenziell. Aber nicht nur die Betroffenen werden mit fachlicher Expertise betreut, sondern auch die Angehörigen entlastet. „Was gerade bei Demenzerkrankten ein wichtiger Part ist“, sagt Knabl.

Seitens der Stadt Schwaz freuen sich BM Victoria Weber und Sozialreferentin Eva Beihammer über die Vaget-Bezirksstelle. „Wir werden solche Angebote in Zukunft verstärkt brauchen“, ist für Beihammer klar. (emf)