Dienstfahrzeuge der Tiroler Landesregierung: Opposition schießt gegen „Luxuskoalition“
Dass die schwarz-rote Landesregierung bereits im Jänner die Höchstgrenze für die Neuanschaffung von Regierungsfahrzeugen von 55.000 Euro auf 85.000 Euro hat erhöhen lassen, lässt die Opposition erwartungsgemäß schäumen. Wie berichtet, wird dies auch damit begründet, dass der Fuhrpark sukzessive auf E-Autos umgestellt werden soll, selbige Fahrzeuge aber teurer seien. Jedoch wurde bereits in der schwarz-grünen Vorgängerregierung die Höchstgrenze flexibel ausgelegt, wie der noch aus dieser Zeit stammende Fuhrpark belegt.
Für FP-Parteichef Markus Abwerzger erinnere diese Vorgehensweise an „landesfürstliche Anwandlungen einer schwarz-roten Luxuskoalition“. Anstatt in Teuerungszeiten sparsam mit Steuergeld umzugehen, solle die Landesregierung „besser echte Sozialpolitik betreiben und nicht eine Protzpolitik an den Tag legen“.
Dass die Dienstautos der Landesregierung „in Zukunft noch größer und teurer“ werden sollen, ist für NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer in erster Linie dem dafür ressortzuständigen LHStv. Georg Dornauer (SP) anzukreiden: „Das spiegelt auch seinen Laissez-faire-Umgang mit Steuergeld wider.“ Oberhofer zeigt sich überzeugt, dass eine vollelektrische Dienstwagenflotte „um ein Vielfaches günstiger anzuschaffen“ sei.
Kritik kommt von den Grünen. „Die Menschen können sich in der Teuerung auch nicht einfach 30 Prozent mehr Spesen genehmigen“, so Landeschef Gebi Mair. Er nimmt zudem den zuständigen Ex-Landesrat Johannes Tratter (VP) in die Pflicht: „Dass er sich bei der Beschaffung auch schon nicht an den Regierungsbeschluss zur Obergrenze gehalten hat, spricht nicht für ihn.“ (TT)
Teure Pkw für VP/SP
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