In erster Instanz keine Lizenz

Wiener Austria in Lizenzfrage weiter optimistisch

Sportdirektor Manuel Ortlechner zeigt sich optimistisch.
© APA/EVA MANHART

Sportdirektor Ortlechner: "Sehr zuversichtlich, dass wir nächste Woche einen positiven Bescheid bekommen". Wie schon im April 2021 und 2022 erhielten die finanziell erheblich angeschlagenen "Veilchen" vom Senat 5 in erster Instanz keine Lizenz.

Wien – Im Kampf um die Lizenz in der Fußball-Bundesliga hat sich die Wiener Austria wenige Stunden vor Ende der Protestfrist optimistisch gezeigt. Die "Veilchen" hatten die Spielberechtigung als einziger Club im Oberhaus nicht in erster Instanz erhalten, am (heutigen) Freitag lief die Frist für den Einspruch um 23.59 Uhr aus. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir Anfang nächste Woche hoffentlich einen positiven Bescheid bekommen", sagte Austria-Sportdirektor Manuel Ortlechner.

Bei der Pressekonferenz am Freitag vor dem Ligaspiel gegen Austria Klagenfurt waren Trainer Michael Wimmer und Ortlechner anwesend, nicht aber Vorstand Gerhard Krisch. "Ich werte es als positives Zeichen, dass nur wir beide dasitzen. Man hat in den letzten Tagen in den Gremien gemerkt, dass der Verein vielen Menschen sehr wichtig ist", betonte Ortlechner. Es werde versucht, rund um die Austria eine "positive Grundstimmung" zu versprühen.

"Sehe wie gehackelt wird"

Wimmer bemerkte die Arbeitsmoral bei den finanziell Verantwortlichen. "Ich sehe da oben in den Büros, wie gehackelt wird. Von daher habe ich ein gutes Gefühl", sagte der Deutsche. Die Mannschaft tangiere die Lizenz-Frage indes nur am Rande. "Wir haben es seit letzten Freitag nicht mehr thematisiert. Sie haben so einen Spaß, miteinander zu kicken. Das spricht für den Charakter der Mannschaft", lobte Wimmer.

Allerdings könnte der Coach des Tabellenfünften im Sommer einige Leistungsträger am Transfermarkt verlieren. "Ja, es gibt spannende Anfragen. Aber ich kann keine genaue Auskunft geben", erklärte Ortlechner. Es sei eine sehr spannende Zeit im Verein, bei den Spielen seien viele Scouts aus anderen Ligen zu Gast. "Mittlerweile ist es schon so, dass das 'Who is Who' des europäischen Fußballs ein- und ausgeht. Das freut mich brutal für die Jungs."

Déjà-vu für die Veilchen

Wie schon im April 2021 und 2022 erhielten die finanziell erheblich angeschlagenen "Veilchen" vom Senat 5 in erster Instanz keine Lizenz. Eine noch fehlende Absicherung einer Alternativfinanzierung wurde beanstandet, diese soll nun auf anderem Weg aufgestellt werden. Der Bundesliga war offenbar die Zusage der in Stuttgart beheimateten Investitionsfirma Quattrex zu wenig. Diese stellt der Austria bei Ausfällen von eingeplanten Einnahmen die nötige Summe zur Verfügung.

Eine Entscheidung des Protestkomitees wird bis 27. April getroffen. Nach Abschluss des verbandsinternen Verfahrens besteht danach noch die Möglichkeit, Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einzubringen. Das ist innerhalb von acht Tagen nach Zustellung des Protestkomitee-Bescheids möglich. (APA)

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